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Winterjacken spenden in Hamburg: Spendenbus hält am 7. November am Tibarg-Center Niendorf
Hanseatic Help sammelt Jacken, Schlafsäcke und Mützen. Im Dezember hält der Bus auch in Eimsbüttel und Wilhelmsburg.
Von Michael Beier ·
17 Paletten und vier Rollwagen voller Kleidung: So viel kam nach Angaben des Vereins an einem einzigen Samstag Ende September auf dem Bert-Kaempfert-Platz in Barmbek zusammen. Mitte Oktober machte der Bus dann am Volksparkstadion in Stellingen Station. Die Sammelaktion soll Hamburg durch den ganzen Winter begleiten, und der nächste Halt steht schon im Kalender.
Am Samstag, 7. November, steht der Spendenbus von Hanseatic Help von 11 bis 17 Uhr am Tibarg-Center in Niendorf. Wer dort vorbeikommt, kann Winterjacken, Schlafsäcke oder Mützen direkt abgeben.
Die Aktion läuft unter dem Motto #wärmegeben, die Sammelstopps organisiert der Hamburger Verein zusammen mit der Hochbahn. Im Dezember folgen zwei weitere Termine, in Eimsbüttel und in Wilhelmsburg. Die Winteraktion selbst gibt es seit 2016, offiziell läuft sie jedes Jahr von Mitte Oktober bis Ende Februar.
Was in die Tüte gehört Die Wunschliste ist ziemlich genau auf die kalten Monate zugeschnitten. Gesucht werden:
Winterjacken und wetterfeste Schuhe für Männer, Frauen und Kinder warme Kleidung für Männer Schlafsäcke und Isomatten Handschuhe, Schals und Mützen Alles sollte gewaschen und gut erhalten sein.
Vom Lager in Altona zu den Menschen Die Soziallogistikzentrale von Hanseatic Help liegt in der Großen Elbstraße in Altona. Dort nimmt der Verein Sachspenden an, sortiert und packt sie und gibt sie kostenlos weiter, und zwar über soziale Einrichtungen: Initiativen für Obdachlose, Unterkünfte für Geflüchtete, Frauenhäuser. Auch die Verkäuferinnen und Verkäufer des Straßenmagazins Hinz&Kunzt können sich in dessen Zentrale in St. Georg mit Kleidung aus der Aktion versorgen.
Die Mengen sind beachtlich. Im vergangenen Winter hat der Verein nach eigenen Angaben rund 410.000 Artikel an Menschen in Not weitergegeben. Geschäftsführerin Claudia Meister sagt, woher das alles kommt: „Die großartige Hilfsbereitschaft in Hamburg ist die Basis unserer Arbeit.“
Angefangen hat alles 2015, im Gründungsjahr von Hanseatic Help. Im Sommer jenes Jahres kamen Zehntausende Geflüchtete nach Deutschland, und in Hamburg trafen sich viele Freiwillige in den Messehallen, um Kleidung, Hygieneartikel und Spielzeug anzunehmen und zu sortieren. Später zog die Truppe in eine Lagerhalle am Hafen. Geblieben ist das Prinzip: Hamburger geben, Freiwillige sortieren, Einrichtungen verteilen.
Termine, Adresse und ein Blick hinter die Kulissen Die nächsten Haltestellen des Spendenbusses:
Samstag, 7. November: Tibarg-Center, Niendorf, 11 bis 17 Uhr Sonntag, 13. Dezember: Urknall, Eimsbüttel, 14 bis 17 Uhr Freitag, 18. Dezember: Inselpark-Arena, Wilhelmsburg, 17 bis 20 Uhr Wer nicht auf den Bus warten möchte, bringt die Sachen direkt zur Annahmestelle in der Großen Elbstraße 264 in Altona. Sie ist dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen bleibt sie zu. Wer lieber Geld gibt, hilft dem Verein beim Zukauf fehlender Artikel und bei der Logistik, Infos dazu gibt es auf der Spendenseite von Hanseatic Help .
Wer ohnehin nach Altona fährt, kann dort laut Aktionsseite bis März außerdem „UNHOME“ ausprobieren. Das kostenlose Virtual-Reality-Erlebnis der Hamburger Initiative GoBanyo dauert rund 20 Minuten: Mit einer VR-Brille geht man den Weg vom Jobverlust bis auf die Straße, empfohlen ist es ab 15 Jahren. Warme Kleidung kann man bei der Gelegenheit gleich mitbringen und vor Ort abgeben. Alle Termine stehen auf der Aktionsseite #wärmegeben .
Themen: Hanseatic Help, Spenden, Winterkleidung, Obdachlosenhilfe, Niendorf, Hochbahn, Ehrenamt, Hamburg
Winterjacken spenden in Hamburg: Spendenbus hält am 7. November am Tibarg-Center Niendorf