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Werder beendet Hoffenheim-Fluch: Füllkrug trifft in sieben Spielen in Folge – wie einst Völler
2:0 gegen die TSG: Werder feiert den ersten Sieg gegen Hoffenheim seit 2014 – und Füllkrug wandelt auf den Spuren von Rudi Völler.
Von Firas ·
Manche Serien halten sich hartnäckiger als ein Herbstnebel über der Weser. Seit 2014 hatte Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim nicht mehr gewonnen. Am Samstag, dem 31. Oktober 2026, war damit Schluss: Vor 39.807 Zuschauern im Weserstadion gewannen die Bremer am 8. Spieltag mit 2:0 (0:0). Und der Mann, der den Bann brach, schrieb nebenbei ein Stück Vereinsgeschichte.
Geduld in der ersten Halbzeit Leicht machte es Hoffenheim den Gastgebern nicht. Die Gäste von Trainer Christian Ilzer hatten mehr Spielanteile, Werder stand kompakt und lauerte auf Konter. Die beste Gelegenheit vor der Pause hatte sogar die TSG: Einen Kopfball von Adam Hložek klärte Bremens Amos Pieper kurz vor der Linie. Ein Wermutstropfen für Werder kam früh: Mitchell Weiser musste nach gut einer Viertelstunde mit Oberschenkelproblemen vom Platz – ausgerechnet er, der wegen eines Kreuzbandrisses die vergangene Saison verpasst hatte und erst vor wenigen Wochen zurückgekehrt war.
Füllkrug setzt sich durch – Dinkci macht den Deckel drauf Nach der Pause wurde es zielstrebiger. In der 57. Minute setzte sich Niclas Füllkrug nach einem langen Ball gegen zwei Gegenspieler durch und traf zum 1:0. In der 82. Minute legte Eren Dinkci nach: Hoffenheim bekam den Ball nicht geklärt, über Marco Grüll landete er bei Dinkci, der Ozan Kabak mit einem Haken stehen ließ und ins lange Eck schlenzte. Hoffenheim kam danach nicht mehr zurück. Für TSG-Torwart Oliver Baumann, der an diesem Tag sein 400. Bundesligaspiel bestritt, war es ein Jubiläum ohne Happy End.
Auf Völlers Spuren Der eigentliche Gesprächsstoff aber war Füllkrugs Tor. Der Stürmer traf im siebten Bundesligaspiel nacheinander. Das hatte im Werder-Trikot zuletzt Rudi Völler geschafft, in der Saison 1982/83. Mit seinem neunten Saisontreffer steht Füllkrug sogar besser da als die Werder-Legende damals: So viele Tore nach acht Spieltagen hatte noch kein Bremer erzielt – auch Völler nicht. Den Vergleich nahm Füllkrug mit Bescheidenheit: „Natürlich freut mich das. Aber Rudi bleibt eine Legende“, sagte er nach dem Spiel der Sportschau.
Werder im Aufwind Der Sieg passt ins Bild einer starken Bremer Phase. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune ist seit sieben Bundesligaspielen ungeschlagen und hat nach acht Spieltagen 15 Punkte auf dem Konto. Auch die bittere 2:3-Niederlage im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund unter der Woche steckte die Mannschaft offenbar gut weg. Hoffenheim dagegen, das im Pokal beim Zweitligisten Holstein Kiel im Elfmeterschießen ausgeschieden war, erlebte laut Ilzer „eine enttäuschende Woche“.
Als Nächstes reist Werder zum VfB Stuttgart. Ob Füllkrug dann auch im achten Spiel in Folge trifft, bleibt abzuwarten. Fest steht: Eine zwölf Jahre alte Durststrecke ist Geschichte – und in Bremen darf man sich über einen Torjäger freuen, der sich gerade in einem Atemzug mit Rudi Völler nennen lassen darf.
Themen: Füllkrug, Werder Bremen, Bundesliga, Torrekord, Rudi Völler, Fußball
Werder beendet Hoffenheim-Fluch: Füllkrug trifft in sieben Spielen in Folge – wie einst Völler