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Weltweiter Hunger sinkt erneut: 43 Millionen Menschen weniger betroffen als 2022
Der weltweite Hunger ist 2025 zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Besonders Südamerika und Südasien machen Fortschritte – und zeigen, welche Maßnahmen wirken.
Von Madalina ·
Leiser Fortschritt, große Bedeutung: Weltweiter Hunger sinkt erneut Es ist ein Fortschritt, der Millionen Menschen betrifft: Im Jahr 2025 waren weltweit schätzungsweise 645 Millionen Menschen chronisch unterernährt. Das entspricht 7,8 Prozent der Weltbevölkerung – nach 8,1 Prozent im Jahr 2024 und 8,6 Prozent 2022.
Damit sank die Zahl der Hungernden innerhalb eines Jahres um fast 14 Millionen und gegenüber dem Höchststand von 2022 sogar um 43 Millionen. Das geht aus dem Welternährungsbericht „SOFI 2026“ hervor, den fünf Organisationen der Vereinten Nationen gemeinsam erstellt haben.
Die deutlichsten Verbesserungen verzeichneten Südamerika und Asien, insbesondere Südasien. Auch ein breiter gefasster Indikator entwickelte sich positiv: Rund 2,1 Milliarden Menschen waren 2025 von mäßiger oder schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen – fast 86 Millionen weniger als ein Jahr zuvor.
Selbst in Afrika wurde der seit 2017 anhaltende Aufwärtstrend erstmals gestoppt. Der Anteil chronisch unterernährter Menschen sank dort leicht von 20,3 auf 20 Prozent. Allerdings bleibt die Lage angespannt: Rund 309 Millionen Menschen auf dem Kontinent sind weiterhin von Hunger betroffen.
Der Bericht zeigt zugleich, was Fortschritte möglich macht: gezielte soziale Sicherung, Schulmahlzeiten, steigende Einkommen sowie Investitionen in Landwirtschaft, Bewässerung, Verkehrswege, Lagerung und Kühlketten. Dadurch können Lebensmittelverluste und die Preise nährstoffreicher Lebensmittel sinken.
Entwarnung gibt es noch nicht. Fast 2,7 Milliarden Menschen können sich keine gesunde Ernährung leisten. Doch drei Jahre mit rückläufigen Zahlen belegen: Hunger ist kein unveränderliches Schicksal – politische Entscheidungen und funktionierende Versorgungssysteme können messbar etwas bewirken.
Weltweiter Hunger sinkt erneut: 43 Millionen Menschen weniger betroffen als 2022