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TRUMPF zurück in der Gewinnzone: 393,5 Millionen Euro Gewinn machen Hoffnung
Nach schwierigen Jahren gelingt TRUMPF die Rückkehr in die Gewinnzone. Neue Aufträge und Chiptechnik machen Mut.
Von Max ·
TRUMPF schafft die Wende: Gewinnsprung und neue Aufträge geben der Industrie Hoffnung Manchmal kündigt sich ein wirtschaftlicher Aufschwung nicht mit großem Paukenschlag an, sondern mit einer Zahl. Beim schwäbischen Maschinenbauer TRUMPF sind es 393,5 Millionen Euro Gewinn . So viel verdiente das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025/26 unter dem Strich. Ein Jahr zuvor stand noch ein Verlust von 23,4 Millionen Euro in den Büchern.
Der Technologiekonzern aus Ditzingen bei Stuttgart hat damit eine bemerkenswerte Kehrtwende geschafft. Und die eigentliche gute Nachricht reicht über den Gewinn hinaus: Nach drei Jahren sinkender Bestellungen wächst der Auftragseingang wieder.
Neue Aufträge bringen Zuversicht zurück Insgesamt gingen bei TRUMPF Bestellungen im Wert von 4,5 Milliarden Euro ein – ein Plus von 6,6 Prozent. Der Umsatz blieb mit 4,34 Milliarden Euro nahezu stabil. Besonders deutlich verbesserte sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern: Es stieg von 59 auf 480 Millionen Euro.
Für die Entwicklung waren neben der Nachfrage auch Kostensenkungen und Veränderungen im Produktportfolio entscheidend. Die höhere Profitabilität zeigt damit, dass die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung entfalten.
Noch wichtiger für die Zukunft: Nach Unternehmensangaben setzte sich die positive Auftragsentwicklung bereits im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2026/27 fort.
Vom Laser zum Mikrochip: Wo das Wachstum entsteht TRUMPF ist vor allem für hochpräzise Lasertechnik und Werkzeugmaschinen bekannt. Doch seine Technologien spielen auch dort eine wichtige Rolle, wo die digitale Zukunft entsteht: in der Halbleiterindustrie.
Für den niederländischen Chipmaschinenhersteller ASML liefert TRUMPF Hochleistungslaser, die bei der Herstellung modernster Mikrochips eingesetzt werden. Allein dieses Geschäftsfeld erzielte einen Umsatz von 791 Millionen Euro – 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Zusätzliche Chancen sieht das Unternehmen bei Rechenzentren, vernetzter Produktion, Elektromobilität und künftig auch humanoider Robotik.
Auch die USA sorgen für Rückenwind Besonders erfreulich entwickelte sich der amerikanische Markt. Dort stieg der Umsatz um 16,8 Prozent auf 772 Millionen Euro. Die USA waren damit der wichtigste Einzelmarkt des Unternehmens.
Allerdings ist die Erholung nicht überall angekommen. In Deutschland und China gingen die Umsätze zurück. Auch die Beschäftigtenzahl sank weltweit um 720 auf 17.583. Der wirtschaftliche Erfolg hat somit eine schwierige Restrukturierungsphase als Hintergrund.
Trotzdem investierte TRUMPF weiterhin 492 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Außerdem absolvierten 616 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium im Unternehmen.
Ein ermutigendes Signal für die Industrie TRUMPF-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sieht vorsichtige Anzeichen einer konjunkturellen Trendwende. Entscheidend werde nun sein, ob sich die wachsende Investitionsbereitschaft der Kunden verstetigt.
Eine Trendwende für den gesamten deutschen Maschinenbau lässt sich aus einer Unternehmensbilanz noch nicht ableiten. Doch TRUMPF zeigt, dass selbst nach einer schwierigen Phase wieder Wachstum möglich ist – besonders dort, wo industrielle Erfahrung auf Zukunftstechnologien trifft.
Vielleicht ist das die schönste Botschaft dieser Zahlen: Deutschlands Industrie kann nicht nur Krisen bewältigen, sondern weiterhin an der Technik von morgen mitarbeiten.
TRUMPF zurück in der Gewinnzone: 393,5 Millionen Euro Gewinn machen Hoffnung