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Stromsteuer für alle senken: Merz plant günstigeren Strom für Millionen Haushalte
Die Stromrechnung könnte sinken: Bundeskanzler Merz will die Stromsteuer für alle auf das europäische Minimum senken.
Von Max ·
Stromsteuer für alle senken: Merz plant günstigeren Strom für Millionen Haushalte Gute Aussichten für Verbraucherinnen und Verbraucher: Bundeskanzler Friedrich Merz will die Stromsteuer künftig auch für private Haushalte deutlich reduzieren. Nach bisherigen Entlastungen für Unternehmen könnte damit ein weiterer Schritt zu bezahlbarer Energie folgen. Allerdings steht die Umsetzung noch aus.
Die Stromrechnung gehört für viele Haushalte zu den festen Ausgaben, bei denen sich selbst kleine Einsparungen bemerkbar machen. Nun gibt es Hoffnung auf zusätzliche Entlastung: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angekündigt, die Stromsteuer für alle Verbraucher auf das europäische Mindestniveau senken zu wollen.
Nach einer zweitägigen Klausur des CDU-Präsidiums in Berlin erklärte Merz, dass mögliche finanzielle Spielräume im Bundeshaushalt für diesen Schritt genutzt werden sollten. Voraussetzung sei allerdings eine dauerhaft positive wirtschaftliche Entwicklung.
Wie viel Geld könnten Haushalte sparen? Derzeit beträgt die reguläre Stromsteuer in Deutschland 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Der europäische Mindeststeuersatz für die private Stromnutzung liegt dagegen bei nur 0,1 Cent.
Würde Deutschland die Steuer entsprechend senken, ergäbe sich eine Differenz von 1,95 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden wären das rechnerisch rund 81 Euro Ersparnis pro Jahr einschließlich Mehrwertsteuer – vorausgesetzt, die Entlastung wird vollständig weitergegeben.
Das klingt zunächst überschaubar. Für Millionen Haushalte wäre es dennoch eine dauerhafte Entlastung, die ohne zusätzliche Anträge im Strompreis wirksam werden könnte.
Unternehmen profitieren bereits seit Anfang 2026 Ganz neu ist die Idee nicht. Bereits Anfang 2026 wurde die Stromsteuer für mehr als 600.000 Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Forstwirtschaft dauerhaft auf das europäische Mindestmaß gesenkt.
Privathaushalte profitieren bislang von anderen Maßnahmen: Der Bund bezuschusst die Stromnetzentgelte, außerdem wurde die Gasspeicherumlage abgeschafft. Zusammen sollen diese Maßnahmen die Energiekosten von Verbrauchern und Unternehmen deutlich reduzieren.
Eine zusätzliche Stromsteuersenkung würde die Entlastungen ergänzen.
Warum die Entscheidung gerade jetzt wieder aktuell wird Hinter der Ankündigung steht auch politischer Druck. Nach schwachen Landtagswahlergebnissen möchte die CDU verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und stärker auf bezahlbare Lebenshaltungskosten setzen.
Die allgemeine Stromsteuersenkung war bereits im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehen. Merz will nun dieses Versprechen einlösen.
Ob und wann es dazu kommt, ist allerdings offen. Die Finanzierung muss gesichert und die notwendige gesetzliche Regelung beschlossen werden.
Die positive Perspektive: Die Politik nimmt die Stromkosten privater Haushalte erneut ausdrücklich in den Blick. Sollte die angekündigte Senkung umgesetzt werden, könnte die Entlastung dort ankommen, wo sie unmittelbar spürbar ist: auf der nächsten Stromrechnung.
Stromsteuer für alle senken: Merz plant günstigeren Strom für Millionen Haushalte