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Start-ups werden zum Jobmotor: Bereits 522.000 Beschäftigte
Deutschlands Start-ups und Scale-ups beschäftigen rund 522.000 Menschen – 26 Prozent mehr als 2020. Neue Gründungsrekorde zeigen, dass der Jobmotor weiter an Fahrt gewinnen könnte.
Von Denise ·
Start-ups werden zum Jobmotor: Bereits 522.000 Beschäftigte Sie entwickeln KI-Anwendungen, neue Medikamente oder klimafreundliche Technologien – und werden zugleich zu einem immer wichtigeren Arbeitgeber. Rund 522.000 Menschen arbeiteten 2024 in deutschen Start-ups und Scale-ups. Vier Jahre zuvor waren es etwa 415.000. Damit entstanden rechnerisch 107.000 zusätzliche Arbeitsplätze – ein Zuwachs von rund 26 Prozent.
Bemerkenswert ist, dass dieses Wachstum in einer Phase wirtschaftlicher Stagnation gelang. Zwar kühlte sich der Stellenaufbau zuletzt ab, doch die langfristige Entwicklung bleibt positiv. Besonders viele Arbeitsplätze entstehen in technologiegetriebenen Bereichen, in denen neue digitale Produkte, industrielle Lösungen und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Die Beschäftigtenzahl beruht allerdings auf einer Analyse von Dealroom und ist keine amtliche Arbeitsmarktstatistik.
Auch bei den Neugründungen zeigt sich neuer Schwung: Im ersten Halbjahr 2026 entstanden in Deutschland 3.053 Start-ups – so viele wie in keinem anderen Halbjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2019. Gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2025 entspricht das einem Plus von 52 Prozent. Grundlage der Auswertung sind Daten aus dem Handelsregister.
Ein wichtiger Treiber ist künstliche Intelligenz: 34 Prozent der neuen Start-ups besitzen inzwischen einen klaren KI-Bezug. Gleichzeitig wächst die Gründungsaktivität in sämtlichen Bundesländern. Berlin bleibt mit 429 neuen Unternehmen zahlenmäßig führend, während Hamburg und Hessen besonders dynamisch zulegen.
Damit aus jungen Firmen dauerhaft große Arbeitgeber werden, sollen Gründungen beschleunigt, Bürokratie reduziert sowie der Zugang zu Kapital, Fachkräften und öffentlichen Aufträgen verbessert werden. Genau hier setzt die neue Startup- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung an. Entscheidend wird nun sein, ob aus den angekündigten Maßnahmen spürbare Verbesserungen im unternehmerischen Alltag entstehen.
Warum das Hoffnung macht
Junge Unternehmen schaffen nicht nur Innovationen, sondern zunehmend auch Arbeitsplätze. Der aktuelle Gründungsrekord erweitert die Basis für künftiges Wachstum und neue Lösungen.
Was du tun kannst
Entdecke Start-ups aus deiner Region, teste ihre Produkte oder informiere dich über offene Stellen. Auch ein Einkauf bei jungen Unternehmen kann Innovation und Beschäftigung vor Ort stärken.