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STAMWERK: Zwei Brüder fertigen Massivholztische, die ihre eigene Geschichte erzählen
Aus Eichenholz und Stahl entstehen bei STAMWERK einzigartige Tische. Dahinter stehen zwei Brüder und viel Handwerk.
Von Ulrike ·
STAMWERK: Wie zwei Brüder aus Eiche und Stahl Tische mit einer eigenen Geschichte schaffen Ein Esstisch ist oft viel mehr als ein Möbelstück. Hier wird gelacht, diskutiert, gefeiert und manchmal das halbe Leben miteinander geteilt. In der Nordheide bei Hamburg haben zwei Brüder daraus eine besondere Handwerksidee gemacht: Sie bauen individuelle Massivholztische, bei denen die Geschichte des Holzes ebenso wichtig ist wie das fertige Möbelstück.
Ein kleiner Riss in einer massiven Eichenplatte muss kein Makel sein. Manchmal wird er sogar zum schönsten Detail. Statt ihn unter Kunstharz verschwinden zu lassen, setzen die Handwerker von STAMWERK kleine, schmetterlingsförmige Holzelemente ein. Sie stabilisieren das Holz und lassen seine natürliche Geschichte sichtbar.
Was zunächst wie eine handwerkliche Kleinigkeit wirkt, verrät viel über die Philosophie der Tischmanufaktur aus Harmstorf. Hier soll ein Baum nicht möglichst perfekt aussehen. Seine Maserung, gewachsenen Kanten und Eigenheiten sollen erhalten bleiben.
Hinter dieser Idee stehen Eugen Stieben und Alexander Mangold. Zwei Brüder, zwei unterschiedliche handwerkliche Schwerpunkte und der gemeinsame Wunsch, Möbel zu fertigen, die Menschen möglichst lange begleiten.
Zwei Brüder, eine Idee und der Mut zum eigenen Unternehmen Die Geschichte von STAMWERK führt zunächst nach Emmelndorf im Landkreis Harburg. Dort stellte sich die junge Holz- und Metallmanufaktur 2024 mit einem eigenen Ausstellungsraum vor.
Bereits damals berichtete das regionale Kreiszeitung Wochenblatt über die beiden Inhaber und ihre außergewöhnlichen Tisch-Unikate. Neben Massivholztischen gehörten seinerzeit auch besondere Einrichtungsstücke und Skulpturen zum Ausstellungskonzept.
Inzwischen hat sich der Schwerpunkt weiter auf individuell gefertigte Esstische verlagert. Die Werkstatt befindet sich heute in Harmstorf, während Interessierte die Möbel im Interiorwerk in Buchholz in der Nordheide kennenlernen können.
Auch in der regionalen Gründerszene blieb das Unternehmen nicht unbemerkt: 2025 gehörte STAMWERK zu den teilnehmenden Unternehmen beim Gründungspreis des Landkreises Harburg.
Das Besondere ist die Arbeitsteilung. Eugen Stieben beschäftigt sich vor allem mit der Auswahl und Bearbeitung des Holzes. Alexander Mangold entwirft und schweißt die passenden Stahlgestelle. Zusammen begleiten sie nach eigenen Angaben jeden Tisch von der Holzauswahl bis zur Aufstellung beim Kunden.
Die Manufaktur setzt dabei bewusst auf kleine Stückzahlen: Rund zwei individuell gefertigte Tische entstehen laut Unternehmen pro Monat.
Warum jeder Tisch ein Stück Naturgeschichte erzählt Die wichtigste Zutat eines STAMWERK-Tisches lässt sich nicht beliebig reproduzieren: die gewachsene Struktur des Holzes.
Verwendet wird überwiegend massive Eiche. Die Bohlen stammen nach Unternehmensangaben unter anderem aus Brandenburg und werden luftgetrocknet. Auf Anfrage verarbeitet die Manufaktur auch Buche und Esche.
Besonders auffällig sind die sogenannten Naturkanten. Anders als bei industriell vereinheitlichten Tischplatten bleibt hier die ursprüngliche Kontur des Baumstamms erkennbar. Dadurch besitzt jede Platte eine eigene Form und Maserung.
Die Kunden können entscheiden, ob sie eine auffällige Naturkante, eine gerade Form oder eine abgeschrägte Schweizer Kante bevorzugen.
Dazu kommen unterschiedliche Oberflächenbehandlungen und vier eigens entwickelte Stahlgestelle. Je nach Raumgröße und Gestell sind Tischlängen bis zu vier Metern möglich.
Dabei geht es nicht nur um das Aussehen. Eine massive Holzplatte kann gepflegt und bei Bedarf nachbearbeitet werden. Das macht solche Möbel interessant für Menschen, die sich bewusst für eine langfristige Einrichtung entscheiden.
Vom ausgesuchten Baumstück zum persönlichen Lieblingsplatz Ein ungewöhnlicher Teil des Angebots ist die Einbindung der späteren Besitzer in den Entstehungsprozess.
Wer sich für einen Tisch entscheidet, kann auf Wunsch bereits bei der Auswahl der passenden Eichenbohle mitwirken. Gemeinsam werden Maße, Oberfläche, Kantenform und Untergestell festgelegt.
Während der Fertigung erhalten Kunden Einblicke in die Arbeitsschritte, beispielsweise durch Fotos aus der Werkstatt.
Sogar nach der Fertigstellung bleibt die Geschichte erhalten: Jeder Tisch bekommt eine eigene Nummer, ein Zertifikat und einen sogenannten „TableTag“.
Dahinter verbirgt sich ein NFC-Chip, über den die Besitzer mit ihrem Smartphone Informationen und Bilder zur Entstehung ihres Möbelstücks aufrufen können.
So lässt sich Jahre später noch nachvollziehen, aus welchem Holz der Tisch entstanden ist und wie er gefertigt wurde.
Es ist ein Detail, das den Gedanken der Manufaktur gut beschreibt: Ein Tisch wird nicht einfach ausgeliefert, sondern bekommt eine dokumentierte Geschichte.
Was Kunden besonders schätzen: Handwerk und persönlicher Kontakt Die bisherigen Kundenbewertungen zeichnen ein ausgesprochen positives Bild.
Auf der Unternehmenswebsite werden im Oktober 2026 insgesamt 15 Google-Bewertungen mit einer Durchschnittsnote von 5,0 von 5 Sternen angegeben.
Auch das Bewertungsportal ProvenExpert führt die Manufaktur mit der Bestnote. Dort beruhen die Angaben allerdings auf sechs älteren, aus Google übernommenen Rezensionen. Es handelt sich also nicht um zusätzliche Bewertungen.
Besonders häufig stehen die individuelle Betreuung, die handwerkliche Ausführung und die persönliche Beziehung zu den beiden Inhabern im Mittelpunkt der veröffentlichten Kundenstimmen.
So beschreibt Kundin Hildegard Engel ihren Tisch mit den Worten:
„Es ist so, als wäre er schon immer da gewesen.“
Eine andere auf der Unternehmensseite veröffentlichte Bewertung von Peter Meier hebt sowohl die handwerkliche Qualität als auch den sympathischen Kontakt hervor.
Das Feedback deutet auf eine hohe Zufriedenheit der bisherigen Kundschaft hin. Die Bewertungsbasis ist allerdings noch vergleichsweise klein. Wie sich die Möbel über Jahrzehnte bewähren, lässt sich daraus naturgemäß noch nicht beurteilen.
Eine Verbindung zur Natur, die schon vor der Manufaktur begann Eine besonders interessante Seite der Unternehmensgeschichte findet sich außerhalb der Möbelwerkstatt.
Denn Eugen Stieben engagierte sich bereits Jahre zuvor für den regionalen Naturschutz.
Wie ein Bericht des Kreiszeitung Wochenblatts aus dem September 2021 dokumentiert, gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Natur- und Kulturinitiative Streuobstwiesen Jesteburg.
Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Neuanlage von Streuobstwiesen ein. Solche Landschaften können wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und zahlreiche Pflanzenarten bieten.
Die Verbindung blieb nicht bei der Vereinsgründung stehen. Im August 2023 bedankte sich der Verein öffentlich für ein von Eugen Stieben gefertigtes Naturschild. Im Mai 2024 wurde zudem eine von STAMWERK angefertigte Holzbank für die Streuobstwiese aufgestellt.
Heute verbindet die Manufaktur ihre Möbel mit einem weiteren Umweltgedanken: Nach eigenen Angaben gehört zu jedem verkauften Tisch eine Baumspende zugunsten der Jesteburger Streuobstwiesen.
Das allein macht ein Möbelstück natürlich noch nicht automatisch nachhaltig. Doch die dokumentierte Verbindung zum lokalen Naturschutz zeigt, dass das Engagement von Eugen Stieben keine erst kürzlich entstandene Marketingidee ist.
Handarbeit hat ihren Preis – und braucht Zeit Ein individuell gefertigter Tisch von STAMWERK ist eine größere Anschaffung.
Nach Angaben des Unternehmens beginnen maßgefertigte Esstische bei 4.500 Euro inklusive Mehrwertsteuer . Viele Ausführungen liegen zwischen 4.500 und 6.000 Euro. Einzelne bereits fertige Ausstellungsstücke können günstiger angeboten werden.
Die Herstellung dauert üblicherweise zwölf bis sechzehn Wochen. Ein Online-Konfigurator ermöglicht eine erste Preisorientierung, der verbindliche Preis wird nach der konkreten Holzauswahl vereinbart.
Im Umkreis von etwa 200 Kilometern um Buchholz übernehmen die beiden Brüder auf Wunsch selbst den Transport und den Aufbau. Die Lieferkosten kommen zum Tischpreis hinzu.
Wer kurzfristig einen preiswerten Esstisch benötigt, ist damit wahrscheinlich nicht die richtige Zielgruppe. Wer dagegen eine besondere Holzplatte, individuelle Maße und eine persönliche handwerkliche Begleitung sucht, findet hier einen interessanten Anbieter.
Ein Möbelstück, das zum Teil der Familiengeschichte werden kann Vielleicht liegt genau darin die Stärke kleiner Manufakturen wie STAMWERK: Sie geben einem alltäglichen Gegenstand wieder eine persönliche Bedeutung.
Ein Tisch begleitet häufig viele Lebensphasen. Erst ist er der Mittelpunkt einer neuen Wohnung, später sitzen vielleicht Kinder daran, Freunde kommen zu Besuch, Geburtstage werden gefeiert und Erinnerungen entstehen.
Mit der Zeit verändert sich auch das Holz. Seine Oberfläche entwickelt Gebrauchsspuren und Patina. Bei guter Pflege kann daraus ein Möbelstück werden, das viele Jahre seinen Platz behält.
Und möglicherweise ist die schönste Geschichte eines solchen Tisches nicht die seiner Herstellung, sondern das, was die Menschen später an ihm erleben.
Warum sollte man einen Tisch bei STAMWERK kaufen? Weil individuelle Holzauswahl, handgefertigte Stahlgestelle und persönliche Beratung ein Möbelstück ermöglichen, das genau zum eigenen Zuhause passt. Besonders interessant ist das für Menschen, die Wert auf echte Handwerksarbeit und langlebige Materialien legen.
Was macht STAMWERK gegenüber anderen Anbietern besonders? Die Kombination aus eigener Holz- und Metallverarbeitung, direktem Kontakt zu den beiden Inhabern und der dokumentierten Entstehung jedes Tisch-Unikats. Auch die Möglichkeit, das Holz persönlich auszuwählen, ist ein besonderes Merkmal.
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STAMWERK: Zwei Brüder fertigen Massivholztische, die ihre eigene Geschichte erzählen