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Silber am Strand von Saly: Hüper und Wüst verpassen Jugend-Olympia-Gold knapp
Enttäuscht und trotzdem stolz: Die U18-Weltmeister holen bei den Jugendspielen im Senegal Silber im Beachvolleyball.
Von Firas ·
Am Ende fehlte nur wenig zum ganz großen Wurf: Die deutschen Beachvolleyballer Lasse Hüper und Filo Wüst haben bei den Olympischen Jugendspielen im Senegal Silber gewonnen. Im Finale am 4. November unterlagen die U18-Weltmeister den Österreichern Paul Hohenauer und Martin Poinstingl nach 57 Minuten mit 1:2 Sätzen (20:22, 21:13, 12:15).
Die Spiele tragen zwar den Namen der Hauptstadt Dakar, die Medaille wurde aber im Küstenort Saly ausgespielt. Die Ränge am Strand waren voll, und ein Großteil des Publikums hielt zu den Deutschen. „Das hat uns sehr gepusht“, sagte Hüper über die Unterstützung.
Ein Finale, das lange offen blieb Den ersten Satz holten sich die Österreicher knapp. Im zweiten zogen Hüper und Wüst früh davon und glichen deutlich aus. Im Entscheidungssatz gerieten sie zunächst in Rückstand, kämpften sich heran, machten unter wachsendem Druck aber mehr Fehler. Den ersten Matchball nutzten die Österreicher, die letzten beiden Punkte erzielte Hohenauer mit Blocks.
Dass eine solche Niederlage nicht sofort nach Silber schmeckt, verschwieg Hüper nicht. „Ich bin enttäuscht, weil es war auf jeden Fall gewinnbar“, sagte er dem ZDF. Doch auch das gehört für ihn zur Wahrheit: „Auf so eine Silbermedaille kann man unfassbar stolz sein.“ Wüst nahm es sportlich. „Es war trotzdem ein gutes Turnier und das Leben geht weiter“, sagte er und gönnte den Siegern den Titel ausdrücklich.
Ein Duo nur für besondere Anlässe Das Bemerkenswerte an diesem Team: Im Alltag ist es gar keines. Hüper und Wüst spielen normalerweise mit älteren Partnern, die jedoch weder bei der U18-WM noch bei den Jugendspielen startberechtigt gewesen wären. Für diese beiden Turniere taten sich die zwei deshalb zusammen, und das mit beachtlichem Ergebnis.
Im Juli gewannen sie in Den Haag den U18-Weltmeistertitel, und zwar als Team aus der Qualifikation: Alle zehn Spiele entschieden sie für sich, im Endspiel schlugen sie die Australier Ryan Edgar und Thomas Turner mit 21:17 und 21:17. Dieselben Australier sicherten sich nun in Saly Bronze. Auch dort lief es für die Deutschen lange nach Plan: Sie gewannen ihre Gruppe und setzten sich im Halbfinale mit 2:0 (21:15, 21:18) gegen die Brasilianer Bruno Lobo und Gabriel Campos durch. Wüst durfte zudem bei der Eröffnungsfeier die Fahne tragen.
Premiere auf afrikanischem Boden Die Jugendspiele im Senegal sind das erste olympische Ereignis in Afrika und laufen noch bis zum 13. November, mit Wettkämpfen in 25 Sportarten. Für das deutsche Nachwuchsteam war das Silber im Sand die vierte Medaille dieser Spiele.
Dass dahinter viel Einsatz steckt, machte Hüper deutlich: „Man verzichtet schon viel auf Freizeit und auf Freunde.“ Bereuen würde er es nicht: „Ich würde es jedes Mal wieder tun.“ Und die Erfahrung dieser Spiele scheint vor allem Appetit gemacht zu haben. „Jetzt haben wir beide noch mehr Bock, Olympia spielen zu wollen“, sagte Wüst. Wenn das die Laune nach einem verlorenen Finale ist, darf man auf die nächsten Jahre gespannt sein.
Themen: Beachvolleyball, Olympische Jugendspiele, Dakar 2026, Saly, Senegal, Lasse Hüper, Filo Wüst, Nachwuchssport
Silber am Strand von Saly: Hüper und Wüst verpassen Jugend-Olympia-Gold knapp