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Siemens investiert 300 Millionen Euro: Bis zu 700 neue Jobs entstehen in Hessen
Siemens investiert 300 Millionen Euro in Frankfurt und Offenbach. Neue Werke, moderne Energietechnik und bis zu 700 zusätzliche Arbeitsplätze sollen den Industriestandort bis 2030 stärken.
Von Max ·
300 Millionen Euro für neue Fabriken: Siemens schafft bis zu 700 Jobs in Hessen Während vielerorts über die Zukunft der deutschen Industrie diskutiert wird, schafft Siemens in Frankfurt und Offenbach neue Fakten: Der Technologiekonzern investiert 300 Millionen Euro in den Ausbau seiner Fertigung. Bis Ende 2030 sollen dadurch bis zu 700 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Das Geld fließt in zwei bestehende Werke in Frankfurt am Main und einen neuen Zulieferstandort im benachbarten Offenbach. Dort soll künftig ein Teil der Vorfertigung stattfinden. Die eigentlichen Schaltanlagen werden weiterhin in Frankfurt gebaut. Die neuen Stellen verteilen sich auf Produktion, Logistik und Verwaltung.
Unsichtbare Technik für die elektrisierte Zukunft Produziert werden Anlagen, die Strom sicher verteilen und regulieren – etwa in Fabriken, Rechenzentren oder Lade- und Produktionssystemen für die Elektromobilität. Solche Schaltanlagen arbeiten meist im Hintergrund, sind aber entscheidend dafür, dass große Strommengen zuverlässig dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Der Bedarf wächst insbesondere durch den Ausbau von Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz. Moderne Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Elektrizität und entsprechend leistungsfähige Verteilungssysteme. Auch automatisierte Fabriken und die zunehmende Elektrifizierung industrieller Prozesse treiben die Nachfrage an.
Wie stark dieses Geschäft bereits wächst, zeigen die Zahlen von Siemens: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte der Auftragseingang mit Rechenzentren nach Unternehmensangaben einen Rekordwert von 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatz mit diesen Technologien stieg im ersten Halbjahr um mehr als 45 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.
Produktion soll bereits 2027 beginnen Der Ausbau ist zeitlich konkret geplant: Das Offenbacher Werk soll im Frühjahr 2027 die Produktion aufnehmen. In Frankfurt ist bis Oktober 2027 eine zusätzliche Fertigungshalle vorgesehen. Die Bauarbeiten wurden für Juli 2026 angekündigt.
Die Investition stärkt damit nicht nur die industrielle Basis des Rhein-Main-Gebiets. Sie zeigt auch, dass Technologien für Digitalisierung, Energiewende und moderne Industrie weiterhin in Deutschland entwickelt und gefertigt werden können – vorausgesetzt, Nachfrage, Know-how und geeignete Standorte kommen zusammen.
Siemens investiert 300 Millionen Euro: Bis zu 700 neue Jobs entstehen in Hessen