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Schnaakenmoor in Rissen: NABU sucht Freiwillige – Anmeldung bis 5. November
Am Sonntag, 8. November, befreien Freiwillige eine Moor- und Heidefläche von jungen Bäumen – für Sonnentau, Moorfrosch und Kranich. Vorkenntnisse braucht niemand.
Von Michael Beier ·
Wer am Sonntag, 8. November, ein paar Stunden an der frischen Luft verbringen und dabei etwas Handfestes für die Natur tun möchte, hat im Hamburger Westen die Gelegenheit dazu. Der NABU Hamburg und die Gesellschaft für ökologische Planung (GÖP) suchen Freiwillige für einen Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Schnaakenmoor in Rissen. Anmelden kann man sich nur noch bis Donnerstag, 5. November.
Junge Bäume raus, damit das Moor bleibt Die Aufgabe des Tages hat einen etwas ungewöhnlichen Namen: Entkusseln. Gemeint ist, dass junge Bäume und Sträucher von einer Moor- und Heidefläche entfernt werden. Was zunächst paradox klingt – Naturschützer, die Bäume herausziehen –, hat einen guten Grund. Bleiben die offenen Flächen sich selbst überlassen, wachsen dort nach und nach Bäume und Büsche hoch und drängen die typischen Pflanzen von Moor und Heide zurück.
In Abstimmung mit der Revierförsterei Klövensteen wolle man „eine artenreiche Moor- und Heidefläche entkusseln“, sagt Anne-Marie Kühle von der GÖP.
Ein Rest einer einst weiten Landschaft Das Schnaakenmoor liegt nördlich von Rissen und grenzt an den Forst Klövensteen, das große Waldgebiet an Hamburgs Westrand im Bezirk Altona. Es ist der Rest einer Moor- und Heidelandschaft, die früher deutlich größer war. Entwässerung, Torfabbau, das Aufforsten mit Kiefern und die Landwirtschaft haben einen Großteil davon verschwinden lassen. Seit das Gebiet unter Schutz steht, wurden Entwässerungsgräben verschlossen, damit wieder mehr Wasser im Boden bleibt. Damit die offenen Flächen erhalten bleiben, braucht es aber weiterhin helfende Hände.
Von der Pflege profitieren Arten, die auf genau diese Landschaft angewiesen sind – darunter der Sonnentau, der Moorfrosch, die Kreuzotter und der Kranich.
Gut fürs Klima, gut für die Artenvielfalt Moore sind nicht nur Lebensraum, sondern auch Klimaschützer: Sie können große Mengen Kohlenstoff speichern und Wasser in der Landschaft halten. Das gelingt allerdings nur, solange sie nass und naturnah sind. Frederik Schawaller, Referent für Moorschutz beim NABU Hamburg, misst der „Wiedervernässung und wo möglich Renaturierung verbliebener Moore“ deshalb große Bedeutung bei – für die Artenvielfalt wie für das Klima.
So kann man mitmachen Der Einsatz findet am Sonntag, 8. November, von 10 Uhr bis spätestens 15 Uhr statt. Vorkenntnisse braucht niemand. Warme und kalte Getränke sowie ein kleines Mittagessen gibt es vor Ort. Den genauen Treffpunkt erfahren die Teilnehmenden nach der Anmeldung. Die Anmeldung läuft online über die Website des NABU Hamburg – bis Donnerstag, 5. November.
Themen: Schnaakenmoor, NABU Hamburg, Moorschutz, Ehrenamt, Rissen, Naturschutz, Klövensteen, Mitmachen
Schnaakenmoor in Rissen: NABU sucht Freiwillige – Anmeldung bis 5. November