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Neue Hoffnung bei Knochenkrebs: Ris-Rez überzeugt in Phase-III-Studie
Für Menschen mit wiederkehrendem Osteosarkom gibt es bislang kaum wirksame Therapien. Nun hat ein gezielter Wirkstoff in einer Phase-III-Studie das Fortschreiten der Erkrankung signifikant verzögert.
Von Ulrike ·
Neue Hoffnung bei Knochenkrebs: Ris-Rez erreicht wichtiges Studienziel Das Osteosarkom ist selten – und gerade deshalb sind neue Behandlungserfolge so bedeutsam. Der experimentelle Wirkstoff Risvutatug Rezetecan, kurz Ris-Rez, hat in einer Phase-III-Studie das Fortschreiten dieser aggressiven Form von Knochenkrebs länger aufgehalten als eine herkömmliche Chemotherapie.
An der chinesischen Studie ARTEMIS-011 nahmen laut Studienregister voraussichtlich 117 Menschen ab zwölf Jahren teil. Bei ihnen war die Erkrankung nach mindestens zwei vorherigen systemischen Behandlungen zurückgekehrt oder weiter fortgeschritten. Damit gehörten sie zu einer Patientengruppe, für die bislang nur sehr begrenzte Therapiemöglichkeiten bestehen.
Gezielter Transport statt breiter Wirkung Ris-Rez ist ein sogenanntes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat. Der Antikörper erkennt das Protein B7-H3, das auf zahlreichen Tumorzellen vorkommt. An ihn ist ein zellschädigender Wirkstoff gekoppelt, der gezielter zum Tumor gelangen soll. Auf diese Weise soll die Krebsbehandlung stärker dort wirken, wo sie benötigt wird.
In der randomisierten Studie erhielten die Teilnehmenden entweder Ris-Rez oder eine Kombination aus Gemcitabin und Docetaxel. Eine unabhängige Auswertung kam zu dem Ergebnis, dass Ris-Rez das progressionsfreie Überleben – also die Zeit, in der die Erkrankung nicht weiter voranschritt – statistisch signifikant und klinisch relevant verlängerte. Auch beim Gesamtüberleben zeigte sich nach Unternehmensangaben ein übereinstimmender Vorteil. Neue Sicherheitssignale wurden bislang nicht festgestellt.
Die vollständigen Daten, darunter die genaue Dauer des gewonnenen progressionsfreien Überlebens und detaillierte Angaben zu Nebenwirkungen, stehen jedoch noch aus. Sie sollen auf einem kommenden internationalen Krebskongress vorgestellt werden.
Hansoh Pharma will auf Grundlage der Ergebnisse Gespräche über einen Zulassungsantrag in China aufnehmen. Für andere Länder entwickelt GSK den Wirkstoff weiter. Eine Zulassung in Deutschland, der EU oder den USA besteht derzeit nicht.
Neue Hoffnung bei Knochenkrebs: Ris-Rez überzeugt in Phase-III-Studie