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Nach 20 Monaten Verletzungspause: Torhüterin Sophia Winkler hält Eintracht im DFB-Pokal
Erst Kreuzbandriss, dann lange Pause – jetzt pariert die 23-Jährige im Elfmeterschießen und wird Spielerin des Spiels.
Von Firas ·
Manchmal dauert es lange, bis eine Chance kommt. Bei Sophia Winkler waren es rund 20 Monate. Am Sonntag, dem 1. November, stand die 23-jährige Torhüterin von Eintracht Frankfurt im Achtelfinale des DFB-Pokals beim 1. FC Nürnberg zwischen den Pfosten – erst zum zweiten Mal in einem Profispiel für die Eintracht. Am Ende war sie die Frau des Tages.
120 Minuten ohne Tor Leicht machte es das Spiel niemandem. Vor 949 Zuschauerinnen und Zuschauern im Nürnberger Max-Morlock-Stadion entwickelte sich eine zähe, körperbetonte Partie. Frankfurt fehlte vor dem Tor die Effizienz, Nürnberg stand kompakt und setzte auf Konter. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es 0:0.
Dass es überhaupt ins Elfmeterschießen ging, lag auch an Winkler: In der 106. Minute blieb sie im direkten Duell mit der Nürnbergerin Fany Proniez Siegerin.
Nerven aus Stahl vom Punkt Im Elfmeterschießen lief es dann für die Eintracht. Die Nürnbergerin Jonna Brengel traf nur den Innenpfosten, der Ball sprang ins Aus. Den Versuch von Julia Pollak wehrte Winkler ab. Auf Frankfurter Seite blieben Danique Tolhoek, Amanda Ilestedt, Ainhoa Alguacil und Hanna Bennison cool und verwandelten. Mit 4:2 zog die Eintracht ins Viertelfinale ein, Winkler wurde als „Spielerin des Spiels“ ausgezeichnet.
„Ich bin unfassbar stolz und dankbar, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte sie hinterher. Auch Trainer Niko Arnautis gönnte seiner Torhüterin den Moment: Es sei für Sophia „ein schönes Erlebnis“ gewesen.
Der lange Weg zurück Wie viel dieser Tag bedeutet, zeigt der Blick zurück. Die Nationaltorhüterin, die zuvor bei der SGS Essen spielte, hatte sich im Februar 2025 im Training mit der Nationalmannschaft schwer am Knie verletzt: ein Kreuzbandriss. Rund anderthalb Jahre konnte sie nicht spielen.
Dass sie nun im Pokal ran durfte, hatte einen planbaren Grund: Arnautis ließ die aktuelle Nummer eins, Lina Altenburg, in den Wochen mit vielen Spielen aus Belastungsgründen zu Hause. Winkler nutzte die Gelegenheit – genau so, wie man es sich nach einer langen Pause erträumt.
Wie es weitergeht Wer im Viertelfinale auf die Frankfurterinnen wartet, entscheidet sich bei der Auslosung am 13. Dezember. Für Sophia Winkler steht schon jetzt fest: Der lange Weg zurück hat sich gelohnt.
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Nach 20 Monaten Verletzungspause: Torhüterin Sophia Winkler hält Eintracht im DFB-Pokal