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Mexikos Dürre schrumpft auf historischen Tiefstand – Regen füllt wichtige Stauseen
Regenreiche Monate haben Mexikos Wasserlage grundlegend verbessert. Die Dürre ist auf einen kleinen Teil des Landes zurückgedrängt, wichtige Stauseen erholen sich – doch nicht alle Regionen profitieren gleichermaßen.
Von Tobias ·
Mexikos Dürre schrumpft auf historischen Tiefstand Wo vor wenigen Jahren ausgetrocknete Böden, sinkende Stauseen und drohende Versorgungsengpässe das Bild bestimmten, kehrt vielerorts das Wasser zurück: Mexiko hat sich weitgehend von seiner langjährigen Dürre erholt.
Ende Juni 2026 waren nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes SMN nur noch 2,1 Prozent der Landesfläche von moderater bis schwerer Dürre betroffen. 85 Prozent des Staatsgebiets galten als vollständig unbeeinträchtigt. Zum Vergleich: Ende April 2025 lagen noch 46,5 Prozent Mexikos in einer der offiziellen Dürrekategorien.
Die Erholung ist das Ergebnis mehrerer regenreicher Phasen. Zwischen Januar und dem 23. Juli 2026 fielen landesweit vorläufig rund 324 Millimeter Niederschlag – etwa vier Prozent mehr als im langjährigen Mittel für diesen Zeitraum. Besonders kräftige Regenfälle erreichten auch Teile des bislang trockenen Nordens.
Davon profitieren wichtige Wasserreserven. Das Cutzamala-System, das einen Teil des Großraums Mexiko-Stadt versorgt, war am 16. Juli zu knapp 72 Prozent gefüllt. Ein Jahr zuvor hatten bereits starke Niederschläge die Speicher deutlich stabilisiert. Die neue Regenzeit setzt diese Erholung fort.
Von einer vollständig überwundenen Wasserkrise kann dennoch keine Rede sein. Ende Juni bestanden vor allem in Sonora, Chihuahua und Coahuila noch regionale Dürregebiete. Auch sind Mexikos Stauseen keineswegs flächendeckend voll. Regen beendet zudem weder übermäßigen Wasserverbrauch noch marode Leitungen oder die Übernutzung von Grundwasser.
Korrekt ist deshalb: Die landesweite Dürre, die nach Einschätzung eines Conagua-Forschers von März 2022 bis Oktober 2025 dauerte, ist weitgehend vorüber. Die Bezeichnung „sechsjährige Dürre“ ist dagegen ungenau – tatsächlich befindet sich die betroffene Fläche auf dem niedrigsten Stand seit sechs Jahren.
Mexikos Dürre schrumpft auf historischen Tiefstand – Regen füllt wichtige Stauseen