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Kunst vor Anker: Rund 50 Fotos zeigen die HafenCity als Kulturort – gratis bis April
Auf dem Überseeboulevard zeigt die 34. OPEN ART in großen Fotos, wie die HafenCity zum Kulturort wurde – kostenlos und rund um die Uhr bis zum 22. April 2027.
Von Michael Beier ·
Wo heute die HafenCity liegt, war lange Freihafen – ein Gebiet, das vom städtischen Leben abgeschnitten war. Wie daraus ein Stadtteil mit eigenem Kulturleben geworden ist, zeigt seit dem 24. September eine Freiluftausstellung mitten im Quartier: „Kunst vor Anker“, die 34. Schau der Reihe OPEN ART. Sie ist kostenlos, rund um die Uhr zugänglich und noch bis zum 22. April 2027 zu sehen. Wer sie bisher verpasst hat, hat also den ganzen Winter Zeit.
Rund 50 Fotos, mehr als 20 Jahre Kulturgeschichte Auf dem Überseeboulevard im Überseequartier Nord hängen rund 50 großformatige Aufnahmen, die meisten von Hamburger Fotografinnen und Fotografen. Namentlich genannt werden Thomas Hampel, Miguel Ferraz Araújo und Stefan Groenveld. Die Bilder blicken auf mehr als zwei Jahrzehnte zurück, in denen sich die HafenCity kulturell entwickelt hat – von der Elbphilharmonie bis zum Oberhafen.
Neben den internationalen Aushängeschildern rückt die Ausstellung auch die lokale Kreativszene ins Bild: etwa das Clubschiff MS Stubnitz, ein Wandbild oder das interaktive Kunstwerk „Public Face“ auf der Kibbelstegbrücke, das im Rahmen des Programms „Imagine the City“ entstanden ist. Besonders reizvoll für alle, die schon länger in Hamburg leben: Einige Fotos erinnern an vorübergehende Projekte, die heute nicht mehr zu sehen sind. Und die Schau schaut nach vorn – auch geplante Vorhaben wie die neue Oper sind Thema.
Künstler als Pioniere Dass Kultur in der HafenCity von Anfang an eine Rolle spielte, war Absicht. Die städtische Entwicklungsgesellschaft HafenCity Hamburg GmbH wollte das lange abgeschottete Gelände erlebbar machen und lud Künstlerinnen und Künstler früh als Pioniere ein. Ihr Geschäftsführungsvorsitzender Andreas Kleinau beschreibt die Ausgangsfrage so: Wie wird ein neuer Stadtraum für alle interessant und lebendig? Seine Antwort: „Wir sind überzeugt, dass Kultur ein großer Teil der Antwort ist.“
Auch Kultursenator Carsten Brosda sieht in der HafenCity heute einen lebendigen Stadtteil, der die Innenstadt auch kulturell erweitert. Und er blickt auf das nächste große Projekt: „Mit dem Neubau der Oper kann eine weitere Facette hinzutreten“, die nach seinen Worten weit über die Stadt hinaus strahlen soll.
Eine Galerie unter freiem Himmel Präsentiert wird die Ausstellung vom Überseequartier gemeinsam mit der HafenCity Hamburg GmbH und der Kühne-Stiftung. Die OPEN ART Galerie auf dem Überseeboulevard gibt es seit 2011; Fotografinnen und Fotografen zeigen dort ihre Arbeiten zwischen Speicherstadt und Elbe. Das Thema wechselt zweimal im Jahr. Laut der Pressemitteilung der Kulturbehörde sehen rund 350.000 Besucherinnen und Besucher des Überseequartiers Nord die Ausstellungen.
Ein Ticket braucht dafür niemand, eine Öffnungszeit gibt es auch nicht. Wer ohnehin in der HafenCity unterwegs ist, kann auf dem Weg zur Elbe einfach stehen bleiben – und den Stadtteil mit anderen Augen sehen.
Themen: HafenCity Kultur, Kunst vor Anker, Fotoausstellung, Hamburg, Kostenlos, OPEN ART, Überseeboulevard
Kunst vor Anker: Rund 50 Fotos zeigen die HafenCity als Kulturort – gratis bis April