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hvv hop knackt zwei Millionen Fahrgäste – und fährt in Harburg bis Ende 2027 weiter
Shuttle per App: hvv hop bleibt bis Ende 2027 in ganz Harburg – insgesamt zählt es schon zwei Millionen Fahrgäste.
Von Michael Beier ·
Ob in Cranz, Moorburg oder Neugraben-Fischbek: Im Bezirk Harburg überbrückt hvv hop die oft längeren Wege zu Bus und Bahn. Das Shuttle ruft man per App. Jetzt steht fest: Es bleibt. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat als Auftraggeberin den Betrieb im Bediengebiet Harburg bis zum 31. Dezember 2027 verlängert. Das hat der Betreiber vhh.mobility (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein) am 27. Oktober mitgeteilt.
Die Verlängerung gilt für den gesamten Bezirk. Dazu gehört auch Harburg-West mit Altenwerder, Cranz, Francop, Hausbruch, Moorburg, Neuenfelde und Neugraben-Fischbek. Dieser Teil kam erst im Dezember 2025 hinzu. Vorher fuhren die Shuttles nur im Osten des Bezirks, etwa in Neuland, Wilstorf, Rönneburg, Heimfeld, Eißendorf und Marmstorf.
Zwei Millionen Mal eingestiegen Passend zur Nachricht gibt es auch einen Meilenstein zu feiern: hvv hop hat seinen zweimillionsten Fahrgast befördert. Die Zahl gilt für alle Bediengebiete zusammen, also für Harburg und die schleswig-holsteinischen Kreise Stormarn und Segeberg. Die erste Million war Ende 2023 geschafft, passenderweise mit einer Schnapszahl: dem 1.111.111. Fahrgast. Seitdem hat sich die Zahl laut vhh.mobility fast verdoppelt.
„Zwei Millionen Fahrgäste – darauf sind wir stolz“, sagt Dr. Lorenz Kasch, Geschäftsführer von vhh.mobility. Den Erfolg schreibt er vor allem dem Team am Steuer zu: „Dieser Erfolg gehört vor allem unseren Fahrerinnen und Fahrern.“
Verkehrssenator Anjes Tjarks lobt das Angebot als Ergänzung zu Bus und Bahn dort, wo die Wege zur Haltestelle länger sind. Er beschreibt es als „unkompliziert, flexibel und barrierefrei“. Er freue sich, „dass wir das Angebot in Harburg bis Ende 2027 verlängern“.
So funktioniert das Shuttle auf Abruf Einen Fahrplan gibt es nicht. Wer mitfahren will, bucht in der hvv-hop-App Start und Ziel. Eingestiegen wird an virtuellen Haltestellen, die laut hamburg.de im Gebiet rund alle 200 Meter liegen und in der App auf einer Karte erscheinen. Unterwegs können weitere Fahrgäste mit ähnlichem Ziel zusteigen. Mit gültigem hvv-Ticket oder Deutschlandticket zahlt man in Harburg einen Aufpreis, laut vhh.mobility derzeit zwei Euro pro Einzelfahrt; Wochen- und Monatskarten gibt es ebenfalls. Wer einen für den Nahverkehr gültigen Schwerbehindertenausweis hat, fährt nach Registrierung bei vhh.mobility ohne Aufpreis.
Unterwegs sind elektrische, barrierefreie Fahrzeuge des Herstellers LEVC, insgesamt mehr als 40 Shuttles in allen Gebieten. Eine ausklappbare Rampe und ein Schwenksitz erleichtern das Einsteigen. Reguläre Rollstühle passen hinein, E-Rollstühle können dagegen nicht mitfahren. Auch Kinderwagen finden laut Betreiber Platz – Kinder selbst dürfen aus Sicherheitsgründen aber nicht darin mitfahren. In Harburg sind die Shuttles montags bis donnerstags von 4 bis 1:30 Uhr unterwegs, von Freitag, 4 Uhr, bis Sonntag, 24 Uhr, durchgehend.
Zubringer statt Konkurrenz zur S-Bahn hvv hop soll Bus und Bahn nicht ersetzen, sondern zu ihnen hinführen. Fahrten, die größtenteils parallel zu einer S-Bahn- oder Buslinie verlaufen, lassen sich deshalb nicht buchen. Die App schlägt dann den Linienverkehr vor oder bietet eine Fahrt bis zur nächsten Haltestelle an.
Dass das Konzept funktioniert, legen die Befragungen der Begleitforschung nahe: Das Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TU Hamburg untersucht den Betrieb seit dem Start 2018. Demnach werden rund zwei Drittel der Fahrten mit Bus oder Bahn kombiniert. Vier von fünf Fahrgästen nutzen das Auto seltener. 80 bis 85 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer wohnen im jeweiligen Bediengebiet.
Ein Hamburger Pionier Angefangen hat alles 2018 unter dem Namen „ioki Hamburg“. Nach Angaben von vhh.mobility war es das erste On-Demand-Angebot in Deutschland, das vollständig in den Nahverkehr eingebunden war. Dafür gab es den Deutschen Mobilitätspreis 2019 und den Deutschen Verkehrswendepreis 2022. In Harburg rollen die Shuttles seit Januar 2023.
Was nach 2027 kommt, lässt die Mitteilung offen. Für die nächsten gut 14 Monate aber steht fest: Im ganzen Bezirk Harburg lässt sich der Weg zu Bus und Bahn weiter per App bestellen.
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hvv hop knackt zwei Millionen Fahrgäste – und fährt in Harburg bis Ende 2027 weiter