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HafenCity Run: 20.000 Läufer sammeln 119.329 Euro für soziale Projekte rund um den Hafen
Rund 20.000 Läufer, keine Stoppuhr, ein Ziel: Der HafenCity Run bringt 119.329 Euro für zwölf soziale Projekte und für Hamburger in Not.
Von Michael Beier ·
Rund vier Kilometer, keine Zeitmessung, keine Jagd nach Bestzeiten: Beim HafenCity Run zählt nicht, wer zuerst ankommt, sondern was am Ende zusammenkommt. Jetzt hat der Verein Hamburger Abendblatt hilft e.V. die genaue Summe und die geförderten Projekte vorgestellt: 119.329 Euro hat der Benefizlauf vom Mai eingebracht. Das Geld fließt zur Hälfte in zwölf soziale Projekte rund um den Hafen und auf den Elbinseln, die andere Hälfte geht in die Einzelfallhilfe des Vereins.
Ein Stadtteil im Laufschritt Am 30. Mai 2026 waren fast 20.000 Menschen in 561 Teams in der HafenCity unterwegs. Die Strecke führte unter anderem am Kirchenpauerkai, am Baakenhafen, am Magdeburger Hafen, am Brooktorhafen und am Lohsepark vorbei. Eine Zeitnahme gibt es bei diesem Lauf nicht, Leistungsdruck soll keine Rolle spielen. Gestartet wird in Teams, etwa mit Kolleginnen und Kollegen, der Familie oder Freunden. In jedem Meldegeld ist eine Spende enthalten.
Den Lauf gibt es seit 2002, früher trug er andere Namen. Organisiert wird er von BMS Die Laufgesellschaft, der Veranstalter bezeichnet ihn als Norddeutschlands größten Spendenlauf. Geschäftsführer Steven Richter geht noch weiter: „Der HafenCity Run ist der inklusivste Lauf Deutschlands.“ Inzwischen ist der Kurs nahezu barrierefrei.
Andreas Kleinau, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH, bringt den Geist des Laufs auf den Punkt: „Es geht darum, was wir gemeinsam erreichen können.“
Wohin das Geld fließt Rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen von den geförderten Angeboten profitieren. Die Bandbreite ist groß:
Brücken für Kinder e.V. bietet Bewegung für Menschen mit Behinderung an und organisiert die inklusive Veranstaltung nach dem Lauf. Ziel ist, die Zahl der Läuferinnen und Läufer mit Beeinträchtigung 2027 auf 1.500 zu steigern.
Die Talentaufbaugruppe Ochsenwerder des Hamburger Sportbunds trainiert junge Sportler wöchentlich mit lizenzierten Trainern. Parkour Creation e.V. ermöglicht über einen Sozialfonds kostenlose Parkour-Teilnahme.
Lesen, Lernen, Musik: Der Seiteneinsteiger e.V. schickt die „Riesenraupe“ Leselotte in Grundschulen in Harburg, Wilhelmsburg, Kirchdorf und auf der Veddel. Die Climb gGmbH bietet zweiwöchige Lernferien, in denen junge Erwachsene, viele davon Lehramtsstudierende, Grundschulkinder begleiten. Lukulule e.V. in der HafenCity bietet Musik-, Tanz- und Schauspielkurse sowie einen offenen Treffpunkt.
In Wilhelmsburg kommen gleich mehrere Projekte zum Zug: der SonntagsPlatz im Bürgerhaus mit Theater, Essen und Begegnung für Familien, der Stadtteilzirkus Willibande für Vier- bis 14-Jährige, ein Trommelworkshop der Honigfabrik, der als „Drum Circle Kids“ weitergehen soll, das Lehmbau-Projekt der Bunten Kuh in der Bahnhofspassage und der Kreativgarten, in dem Kinder ein eigenes kleines Gartenstück und Projekttiere betreuen.
Um ein besonders ernstes Thema geht es beim zwölften Projekt: Das Kinderschutzzentrum Harburg hilft Kindern, die Gewalt erlebt haben, mit therapeutischen Einzelstunden und berät Pflegeeltern.
Hilfe auch im Einzelfall Die zweite Hälfte der Summe geht in die Einzelfallhilfe. Damit kann der Verein nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Hamburgerinnen und Hamburger unterstützen, die gesundheitlich oder finanziell in Not geraten sind.
Der nächste HafenCity Run ist für den 29. Mai 2027 angekündigt.
Themen: HafenCity Run, Spendenlauf, Hamburg, Soziale Projekte, Benefizlauf, Inklusion, Gute Nachrichten
HafenCity Run: 20.000 Läufer sammeln 119.329 Euro für soziale Projekte rund um den Hafen