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Grusel mit Herz: Busfahrer macht seinen Bus im Kreis Haßberge zum Halloween-Bus
Kürbisse, Spinnweben und Wolfsheulen am Morgen: Im Landkreis Haßberge hat ein Busfahrer seinen Bus in einen Halloween-Bus verwandelt und schminkt sich in dieser Woche jeden Morgen als Gruselfigur. Sein Ziel: Spaß statt Angst. Am Freitag gibt es Süßes und Saures für alle, die einsteigen.
Von Madalina ·
Wer in dieser Woche im Landkreis Haßberge in einen bestimmten Bus steigt, fährt mitten hinein in Halloween. Im Fahrgastraum hängen Spinnweben, dazu kommen Kürbisse und Halloween-Sticker. Morgens gibt es die passende Geräuschkulisse: Wolfsheulen und eine knarrende Tür. Am Steuer sitzt ein Busfahrer aus Franken, der sich seit Montag, dem 26. Oktober, vor Dienstbeginn eigens Zeit nimmt, um sich zu schminken: weiß geschminktes Gesicht, grüne Haare, breites Clownsgrinsen. So berichtet es inFranken.de.
Spaß statt Angst Ein gruseliger Busfahrer auf dem Weg zur Schule? Die Kinder sehen das offenbar gelassen. „Die Kinder feiern mich und wollen wissen, wo ich das Kostüm herhabe“, erzählt der Fahrer gegenüber inFranken.de.
Nur ein Erstklässler war am ersten Tag ein bisschen ängstlich. Das legte sich laut dem Fahrer, als der Bruder des Jungen einstieg und der Kleine merkte, wie freundlich der Mann hinter der Schminke ist. Genau darauf kommt es dem Busfahrer an: „Ich möchte nicht, dass sie Angst, sondern Spaß haben.“
Über den Tag läuft im Bus Halloween-Partymusik. Zum Abschluss der Aktion am Freitag, dem 30. Oktober, hat er sich noch etwas vorgenommen: Dann will er „Süßes und Saures“ an alle verteilen, die bei ihm einsteigen. Danach beginnen schon die Vorbereitungen für die Weihnachtszeit.
Verkleidet zu Fasching, Halloween und Weihnachten Die Halloween-Woche ist keine einmalige Idee. Busfahrer ist er seit 2021. Schon im Jahr darauf fing er an, sich im Dienst zu verkleiden und seinen Bus zu schmücken, etwa zu Fasching oder Weihnachten. In den Fahrtpausen trug er schon eine gruselige Hasenmaske, ein anderes Mal eine beleuchtete Bärenmaske. In der Weihnachtszeit war er als Wichtel unterwegs, und die Kinder bekamen eine kleine Überraschung. Im Alltag läuft in seinem Bus Kindermusik.
„Mein Ziel ist es, dass die Menschen nach der Fahrt mit einem Lächeln aussteigen“, sagte er im September im Gespräch mit inFranken.de. Dass er seinen Bus so gestalten darf, verdankt er nach eigenen Worten seinem Chef und dem Team seines Busunternehmens.
Von Fahrgästen nominiert Seine Art kommt an, und zwar nicht nur im Bus. In diesem Jahr gehörte er zu den 30 Busfahrerinnen und Busfahrern, die eine Jury im bundesweiten Wettbewerb „LieblingsbusfahrerIn“ ausgewählt hat. Ausgerichtet wird er gemeinsam vom Fahrgastverband PRO BAHN, von DB Regio, vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen. Fahrgäste reichen dort Geschichten über ihre liebsten Fahrerinnen und Fahrer ein, mehr als 3.000 Einsendungen kamen 2026 zusammen.
In der Kategorie „Schülerverkehr“ war der Fahrer aus dem Kreis Haßberge einer von sechs Ausgewählten. Vorgeschlagen hatte ihn laut inFranken.de die Mutter einer Erstklässlerin. Ihre Tochter fahre seit dem ersten Schultag gern mit dem Bus.
Ein paar Kürbisse, etwas Schminke und viel Freundlichkeit: Manchmal reicht das, damit aus einer ganz normalen Busfahrt ein kleines Erlebnis wird.
Themen: Halloween Bus, Busfahrer, Haßberge, Kinder, Lieblingsbusfahrer, Gute Nachrichten, Busfahrt
Grusel mit Herz: Busfahrer macht seinen Bus im Kreis Haßberge zum Halloween-Bus