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Fußballcamp des HFV: 22 Jugendliche trainieren Teamgeist, Fairplay und Demokratie
Fünf Herbstferientage in Verden, zwei Teams, erste Wahlen: Der Hamburger Fußball-Verband verbindet Training mit Demokratiebildung.
Von Michael Beier ·
Wer in den Herbstferien an Fußball denkt, hat meist Trainingshütchen, Torschüsse und Muskelkater vor Augen. Beim Fußballcamp des Hamburger Fußball-Verbands (HFV) gehörte all das dazu – und noch einiges mehr. Fünf Tage lang ging es für 22 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren nicht nur um Passspiel und Laufwege, sondern auch um Respekt, Verantwortung und die Frage, wie man fair miteinander umgeht, wenn es auf dem Platz einmal hitzig wird.
Raus aus der Stadt, rein ins Camp Vom 26. bis 30. Oktober 2026 reiste die Gruppe gemeinsam aus Hamburg nach Niedersachsen: Quartier war die Jugendherberge in Verden an der Aller. Begleitet wurden die Jugendlichen von einem Referententeam des HFV mit erfahrenen Trainerinnen und Trainern sowie Fachreferenten. Das Camp knüpft an eine Reihe an, die in den Vorjahren unter dem Namen „Demokratiecamp“ lief und 2026 als HFV-Fußballcamp weitergeführt wurde.
Schon der erste Tag hatte einen demokratischen Kern: Nach Zimmerbezug und Kennenlernspielen wurden zwei Teams gebildet, und es standen erste gemeinsame Wahlen an. Danach folgten die erste Trainingseinheit und ein Ausflug in die Stadt Verden.
Training im Wechsel mit Demokratie-Einheiten Am Dienstag lief das Programm im Wechsel: Während ein Team auf dem Platz stand, beschäftigte sich das andere mit „Demokratie im Sport“, danach wurde getauscht. Am Mittwoch drehte sich die Einheit um Konflikte im Sport – darum, die Sicht des Gegenübers einzunehmen, Spannungen früh zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Am Donnerstag ging es um Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus im Sport.
Dazwischen blieb Zeit für das, was ein Camp ausmacht: Teambuilding- und Vertrauensübungen, ein Besuch im Schwimmbad, freies Spielen und ein Spieleabend. Zwei Abende gehörten dem DFB-Pokal – unter anderem schaute die Gruppe gemeinsam das Spiel des HSV gegen Eintracht Frankfurt.
Länderspiel zum Abschluss Am letzten vollen Tag stand nach dem Abschlusstraining ein campinternes „Länderspiel“ der beiden Teams auf dem Programm, gefolgt von Siegerehrung, Grillen und Abschlussfeier. Am Freitagvormittag ging es nach dem Frühstück mit der Bahn zurück, bis zum Hamburger Hauptbahnhof.
Nach Einschätzung des Verbands ist die Gruppe im Laufe der Woche spürbar zusammengewachsen. Genau darum geht es dem HFV: Fußball soll ein Raum sein, in dem junge Spielerinnen und Spieler Gemeinschaft erleben und lernen, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte konstruktiv zu lösen und einander mit Respekt und Vertrauen zu begegnen.
Fortsetzung 2027 geplant Wer beim nächsten Mal dabei sein möchte, kann sich schon vormerken: Auch 2027 soll es wieder ein Camp geben. Die Ausschreibung will der Verband nach eigenen Angaben bald veröffentlichen.
Themen: Hamburger Fußball-Verband, Fußballcamp, Demokratiebildung, Jugendfußball, Fairplay, Herbstferien, Verden an der Aller
Fußballcamp des HFV: 22 Jugendliche trainieren Teamgeist, Fairplay und Demokratie