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Frauen-WM im Eishockey: Doppelpack und Shutout – Deutschland schlägt Österreich 2:0
Katarina Jobst-Smith trifft doppelt, Sandra Abstreiter hält alles: Das DEB-Team startet mit einem Sieg in die WM.
Von Firas ·
Lange stand es 0:0, und lange sah es nach einem zähen Abend aus. Dann nahm Katarina Jobst-Smith die Sache selbst in die Hand: In der 28. Minute zog sie allein auf das österreichische Tor und ließ Torhüterin Selma Luggin mit einem Rückhandschuss keine Chance – 1:0. Es war der Treffer, der den deutschen Eishockey-Frauen den Weg zum ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft in Dänemark ebnete.
Am Samstagabend gewann die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Esbjerg mit 2:0 gegen Österreich. 628 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen ein Nachbarschaftsduell, in dem beide Seiten früh Chancen hatten: Lilli Welcke hatte schon in der 3. Minute nach einem Solo die erste große Gelegenheit, auf der anderen Seite lief Annika Fazokas allein auf das deutsche Tor zu.
Ein Abend für Jobst-Smith und Abstreiter Dass die Null bis zum Schluss hielt, lag an Sandra Abstreiter. Die deutsche Torhüterin parierte alles, was auf ihr Tor kam, und feierte einen Shutout, also ein Spiel ohne Gegentor. Vorne vergab das DEB-Team noch einige gute Gelegenheiten, etwa durch Franziska Feldmeier bei einem Konter oder im Powerplay durch Carina Strobel und Emily Nix.
Die Entscheidung fiel erst in der Schlussminute. Österreich nahm die Torhüterin vom Eis und brachte eine zusätzliche Feldspielerin, um noch den Ausgleich zu erzwingen. Jobst-Smith nutzte den freien Raum und traf in der 59. Minute ins leere Tor zum 2:0. Ihr Fazit: „Wir haben vieles richtig gemacht und einen guten Start hingelegt.“
Bundestrainer Jeff MacLeod war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, sah aber noch Luft nach oben. Gefehlt habe seinem Team am Ende vielleicht „die letzte Konsequenz und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“, sagte er.
Warum der Sieg viel wert ist Die WM wird in diesem Jahr nicht wie zuletzt im April, sondern im November ausgetragen. Vom 6. bis 16. November treten zehn Nationen in zwei Fünfergruppen in Esbjerg und Herning an. Die vier besten Teams jeder Gruppe ziehen ins Viertelfinale ein, für die Gruppenletzten geht es dagegen in einem Relegationsspiel um den Verbleib in der Top-Division.
Deutschland spielt in Gruppe A mit den USA, Tschechien, der Schweiz und Österreich. Als Mindestziel gilt der Einzug ins Viertelfinale. Weil in jeder Gruppe nur das letzte Team nicht weiterkommt, ist der Sieg gegen Österreich dafür ein wichtiger Schritt. Unter MacLeod, der das Team seit Juni 2023 trainiert, erreichten die DEB-Frauen bereits 2024 und 2025 das WM-Viertelfinale. Im Februar 2025 sicherte sich die Mannschaft außerdem die erste Olympia-Teilnahme seit 2014. Die beste deutsche WM-Platzierung bleibt bislang Rang vier aus dem Jahr 2017.
Jetzt wartet der Titelverteidiger Die nächste Aufgabe ist die schwerste der Vorrunde: Am Sonntag um 15 Uhr trifft Deutschland in Esbjerg auf die USA. Die US-Amerikanerinnen sind amtierende Welt- und Olympiasiegerinnen und gelten als klare Favoritinnen. Danach folgen für das DEB-Team am Dienstag das Spiel gegen Tschechien und am Mittwoch das Duell mit der Schweiz, jeweils um 15 Uhr.
Wer die Spiele verfolgen möchte: Die Partien der deutschen Mannschaft zeigt MagentaSport im Livestream. Laut ran.de reicht dafür ein kostenloser Magenta-Account, ein Abo ist nicht nötig.
Themen: Eishockey, Frauen-WM, DEB, Frauen-Nationalmannschaft, Katarina Jobst-Smith, Sandra Abstreiter, Jeff MacLeod, Dänemark
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