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Franzbrötchenmarkt in der Innenstadt: Hamburg feiert sein Kultgebäck für den guten Zweck
Am Samstag, 7. November, dreht sich in der Perle-Passage alles ums Franzbrötchen – mit Petition und Spenden für den Kältebus.
Von Michael Beier ·
Zimt, Zucker, Butter und ein Teig mit vielen Schichten: Kaum ein Gebäck ist so sehr Hamburg wie das Franzbrötchen. Am Samstag, 7. November, bekommt es in der Innenstadt einen eigenen Markt. Von 11 bis 18 Uhr dreht sich in der Perle-Passage in der Spitalerstraße alles um die zimtige Spezialität – und nebenbei um eine Idee, die in Hamburg gerade Unterschriften sammelt.
Naschen, Basteln, Autogramme Veranstaltet wird der Franzbrötchenmarkt von LOKL Hamburg, der Perle Hamburg und dem Perle Designmarkt. An Marktständen gibt es Franzbrötchen in verschiedenen Varianten sowie weitere Produkte rund um das Gebäck. Für Familien sind ein Glücksrad und Bastelangebote für Kinder geplant, ein DJ legt auf. Außerdem schauen Erna und Fiete vorbei, bekannt unter anderem aus dem Ohnsorg-Theater. Die beiden widmen sich dem Originalrezept und geben anschließend Autogramme. Wer ein Erinnerungsfoto möchte, trifft an einer Fotowand den „Franzbrötchenmann“.
Der Markt hat auch eine soziale Seite: Während der Veranstaltung werden Spenden für den Kältebus Hamburg gesammelt – gerade jetzt, zu Beginn der kalten Jahreszeit, ein willkommenes Zeichen.
Ein Tag für das Franzbrötchen? Zugleich werben die Organisatoren für eine Petition, die LOKL Hamburg im Mai 2025 gestartet hat. Sie richtet sich an den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. Ihr Ziel: Der 4. Oktober soll als offizieller Franzbrötchentag anerkannt werden. Ein zusätzlicher freier Tag ist damit ausdrücklich nicht gemeint – es geht um einen nicht gesetzlichen Feiertag, der regionale Produkte, das Bäckerhandwerk und kleine Hamburger Manufakturen sichtbarer machen soll. Mehr als 4.600 Menschen haben bereits unterschrieben (Stand: 3. November), angepeilt sind 5.000. Unterzeichnen kann man noch bis Sonntag, 8. November. Entschieden ist über den Franzbrötchentag damit noch nichts.
Ein Gebäck voller Legenden Woher das Franzbrötchen eigentlich stammt, ist bis heute nicht geklärt. Eine Theorie führt in die Zeit der französischen Besatzung im 19. Jahrhundert: Ein Hamburger Bäcker soll ein baguetteähnliches Weißbrot, das „Franzbrot“, mit Zimt und Zucker in der Pfanne gebraten haben. Andere sehen einen französischen Bäcker in Altona als Erfinder, wieder andere vermuten skandinavische Zimtschnecken als Vorbild.
Sicher ist nur: Das Plundergebäck hat sich weiterentwickelt. Früher war die flach gedrückte Form typisch, heute ist die gedrehte verbreitet. Viele Bäckereien bieten inzwischen Varianten mit Rosinen, Streuseln oder Schokolade an. Ob mit oder ohne eigenen Ehrentag – am 7. November hat das Franzbrötchen in der Innenstadt jedenfalls seinen großen Auftritt.
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Franzbrötchenmarkt in der Innenstadt: Hamburg feiert sein Kultgebäck für den guten Zweck