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FC Bayern und Finn Jeltsch: Warum das VfB-Talent bis zu 60 Millionen Euro kosten könnte
Mit 20 Jahren umworben von Europas Topklubs: Was Finn Jeltsch auszeichnet und warum der VfB hohe Summen fordert.
Von Firas ·
FC Bayern und Finn Jeltsch: Warum das VfB-Talent bis zu 60 Millionen Euro kosten könnte Als Jugendlicher spielte Finn Jeltsch noch im offensiven Mittelfeld. Heute steht er als Innenverteidiger auf den Beobachtungslisten europäischer Spitzenvereine. Auch der FC Bayern München soll den 20-Jährigen vom VfB Stuttgart im Blick haben. Für einen Wechsel im Sommer 2027 werden bereits 50 bis 60 Millionen Euro gehandelt. Doch hinter dem möglichen Millionentransfer steckt vor allem eine bemerkenswerte deutsche Fußballkarriere.
Vom Zehner zum gefragten Innenverteidiger Seine ersten Fußballschritte machte Jeltsch beim SV Raitersaich in Mittelfranken. Mit neun Jahren wechselte er in die Nachwuchsabteilung des 1. FC Nürnberg, wo er sich zunächst auf verschiedenen Positionen ausprobierte. Erst in den deutschen Junioren-Nationalmannschaften wurde aus dem früheren Offensivspieler ein Innenverteidiger.
Der Positionswechsel erwies sich als Glücksgriff. 2023 gewann Jeltsch mit Deutschlands U17 erst die Europameisterschaft und wenige Monate später die Weltmeisterschaft. Im Februar 2024 debütierte er mit 17 Jahren für Nürnbergs Profis in der 2. Bundesliga. Ein Jahr später verpflichtete ihn der VfB Stuttgart und stattete ihn mit einem Vertrag bis Juni 2030 aus.
In Stuttgart setzte sich Jeltsch schnell durch. 2025 feierte er mit dem VfB den DFB-Pokalsieg und erhielt die Fritz-Walter-Medaille in Gold als einer der herausragenden Nachwuchsspieler seines Jahrgangs. Im September 2026 folgte sein Debüt in der Champions League: Mit 20 Jahren und 54 Tagen stand er beim 3:1 gegen Viking Stavanger in der Startelf – als zweitjüngster Stuttgarter Startelf-Debütant in diesem Wettbewerb nach Philipp Lahm.
Warum Europas Topklubs genau hinschauen Jeltsch gilt als schnell, zweikampfstark und spielerisch versiert. Seine Vergangenheit im Mittelfeld hilft ihm dabei, auch unter Druck Lösungen mit dem Ball zu finden. Nach Informationen von Sky Sport beobachteten Scouts von Inter Mailand und dem FC Barcelona seine Entwicklung beim Champions-League-Spiel gegen Stavanger. Auch Vereinen aus der Premier League wird Interesse nachgesagt.
Der FC Bayern wird ebenfalls seit Monaten mit ihm in Verbindung gebracht. Eine Offerte ist allerdings nicht bestätigt. Schon im Juli berichtete die „Bild“, dass trotz umlaufender Summen von rund 55 Millionen Euro damals weder Kontakte zu Interessenten noch Verhandlungen bekannt waren.
60 Millionen Euro – oder doch erst einmal Stuttgart? Die oft genannten 50 bis 60 Millionen Euro sind bislang eine kolportierte Preisvorstellung, kein offizielles Angebot. Bei dieser Ablöse könnte Jeltsch zu den teuersten jungen Neuzugängen in der Geschichte des FC Bayern zählen. Für den VfB spricht der langfristige Vertrag: Stuttgart muss sein Talent nicht verkaufen.
Und Jeltsch selbst? Im August betonte er gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“, sein Fokus liege auf dem VfB. Dort könne er Champions League spielen und sich weiterentwickeln.
So bleibt die spannendste Frage vorerst nicht, wohin er wechselt – sondern wie weit ihn sein ungewöhnlicher Karriereweg noch trägt.
FC Bayern und Finn Jeltsch: Warum das VfB-Talent bis zu 60 Millionen Euro kosten könnte