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Ehrenamt in Hamburg: SchlauFox sucht Mentor:innen für junge Geflüchtete an fünf Schulen
Ein Jahr lang 90 Minuten pro Woche: Der Hamburger Verein SchlauFox sucht Ehrenamtliche, die junge Geflüchtete durch das Schuljahr begleiten. Pädagogische Vorkenntnisse braucht es dafür nicht.
Von Max ·
Neunzig Minuten pro Woche, ein Jahr lang, immer mit demselben jungen Menschen: Mehr Zeit braucht es nicht, um beim Hamburger Verein SchlauFox Bildungsmentorin oder Bildungsmentor zu werden. Für sein Programm Ankerlicht sucht der Verein jetzt Ehrenamtliche, die Jugendliche mit Fluchtgeschichte und neu Zugewanderte durch das Schuljahr begleiten – an fünf Hamburger Schulen.
Ein festes Tandem, direkt in der Schule Das Prinzip ist schnell erklärt: Eine Mentorin oder ein Mentor und eine Schülerin oder ein Schüler bilden ein festes Team. Die beiden treffen sich einmal pro Woche für anderthalb Stunden, meist direkt in der Schule. Nach zwölf Monaten wird das Tandem feierlich verabschiedet. Das Ziel: den Jugendlichen Halt geben und sie auf ihrem Bildungsweg begleiten, damit sie faire Chancen bekommen und ihren Weg selbstbestimmt gehen können.
Ganz allein ist dabei kein Paar. Neben den Einzeltreffen lädt der Verein zu gemeinsamen „Ankerlicht Days“ ein. Dort geht es um Teambuilding, Lernstrategien, Coaching und darum, Kontakte zu knüpfen.
Diese Schulen sind dabei Gesucht werden Ehrenamtliche für die Stadtteilschule Mitte, die Stadtteilschule Alter Teichweg, die Stadtteilschule Stellingen, das Berufliche Gymnasium St. Pauli und das Gymnasium Allee. Die Kooperationsschulen schlagen jeweils 10 bis 15 Jugendliche für das Programm vor.
Kein Pädagogik-Studium nötig Pädagogische Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung. Mitmachen können Menschen jeden Alters – Studierende ebenso wie Berufstätige oder Rentnerinnen und Rentner. Ins kalte Wasser springt trotzdem niemand: Vor dem Start bereiten Workshops auf die Aufgabe vor, unter anderem zu Lernförderung, interkultureller Sensibilisierung und Coaching. Im Laufe des Jahres können die Ehrenamtlichen weitere Fortbildungen besuchen, etwa zum Schulsystem und zu Abschlussprüfungen, zu Anti-Bias-Training oder zur kollegialen Beratung. Dazu kommen Teamtreffen und eine professionelle Projektkoordination, die beratend zur Seite steht.
Ehrlich gesagt: Ein Jahr ist eine echte Zusage. Wer sich meldet, sollte die wöchentlichen Termine über diesen Zeitraum verlässlich einplanen können – denn gerade die Beständigkeit macht das Mentoring aus. Außerdem setzt der Verein laut seiner Ausschreibung auf der Engagement-Plattform vostel.de fortgeschrittene Deutschkenntnisse voraus.
Ein Verein von der Reeperbahn SchlauFox wurde 2008 von acht Menschen aus fünf Nationen gegründet und hat sein Büro an der Reeperbahn. Der Verein setzt sich für mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit ein. Neben Ankerlicht gehören etwa die Plietsche Kinderküche, bei der Ehrenamtliche mit Kindern in Schulen kochen, und das Programm JEA! – kurz für „Jeder:Jedem einen Abschluss“ – zum Angebot. Seit der Gründung haben sich nach Vereinsangaben mehr als 2.600 Ehrenamtliche engagiert. Für Ankerlicht nennt SchlauFox 574 Mentoringpaare und mehr als 32.000 Stunden Mentoring.
So geht es los Wer mitmachen möchte, füllt auf schlaufox.de/mitmachen das Kontaktformular aus. Danach folgt ein unverbindliches Kennenlerngespräch, in dem Interessierte mehr über das Programm erfahren. Ausführliche Infos stehen unter schlaufox.de/ankerlicht.
Themen: Ehrenamt Hamburg, Mentoring Geflüchtete, SchlauFox, Freiwilligenarbeit, Bildungsmentoring, Jugendliche unterstützen, Soziales Engagement
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