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E-Auto-Förderung 2026: Diese Steuervorteile und Ladeprogramme erleichtern den Umstieg
Neue Steuerregeln, eine verlängerte Kfz-Steuerbefreiung und mehr Ladeangebote sollen den Wechsel zum Elektroauto erleichtern. Besonders Unternehmen, Mehrfamilienhäuser und Haushalte mit kleineren Einkommen können profitieren.
Von Denise ·
Mehr Ladepunkte, weniger Steuern: Deutschland erleichtert den Umstieg aufs E-Auto Wer über ein Elektroauto nachdenkt, soll künftig auf weniger finanzielle und praktische Hürden stoßen. Deutschland verbindet dafür neue Steuervorteile mit einem beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Erste Zahlen zeigen: Der Markt reagiert bereits.
Besonders deutlich fällt die Unterstützung für Unternehmen aus. Betriebliche Elektrofahrzeuge, die zwischen Juli 2025 und Ende 2027 angeschafft werden, können über sechs Jahre degressiv abgeschrieben werden. Bereits im Anschaffungsjahr lassen sich 75 Prozent der Kosten steuerlich geltend machen. Gleichzeitig wurde die Preisgrenze für die begünstigte Dienstwagenbesteuerung reiner Elektroautos von 70.000 auf 100.000 Euro angehoben.
Auch private Käuferinnen und Käufer erhalten länger Planungssicherheit: Reine Elektrofahrzeuge, die bis Ende 2030 erstmals zugelassen oder entsprechend umgerüstet werden, bleiben grundsätzlich zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit – allerdings höchstens bis zum 31. Dezember 2035.
Gleichzeitig soll das Laden einfacher werden. Der Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 sieht ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Netz vor – inklusive Schnellladeangeboten für Pkw und Lastwagen. Zwischen September 2023 und Februar 2026 stieg die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte nach Regierungsangaben bereits um rund 77 Prozent auf 195.380.
Ein neuer Schwerpunkt liegt auf Mehrfamilienhäusern. Für Ladeanschlüsse, Wallboxen und notwendige Bauarbeiten stehen 500 Millionen Euro bereit. Abhängig von der technischen Ausstattung können bis zu 2.000 Euro je elektrifiziertem Stellplatz gefördert werden.
Der Hochlauf gewinnt damit sichtbar an Tempo: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 48 Prozent mehr reine Elektro-Pkw neu zugelassen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Maßnahmen lösen nicht jedes Problem. Kaufpreise, regionale Lücken im Ladenetz und komplizierte Installationen bleiben Herausforderungen. Doch erstmals greifen steuerliche Anreize, Gebäudeförderung und Netzausbau stärker ineinander. Das kann Elektromobilität vom Nischenangebot zu einer alltagstauglicheren Option machen.
E-Auto-Förderung 2026: Diese Steuervorteile und Ladeprogramme erleichtern den Umstieg