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Drittes Plus in Folge: Deutsche Unternehmen schöpfen neue Zuversicht
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verbessert sich weiter. Besonders Industrie, Handel und Bau blicken zuversichtlicher nach vorn. Auch reale Konjunkturdaten liefern erste Gründe für vorsichtigen Optimismus.
Von Andre ·
Drittes Plus in Folge: Unternehmen fassen wieder Mut Die Zuversicht kehrt in kleinen Schritten in die deutsche Wirtschaft zurück. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli 2026 auf 86,6 Punkte – nach revidiert 85,7 Punkten im Juni. Damit verbesserte sich das viel beachtete Stimmungsbarometer zum dritten Mal in Folge.
Besonders bemerkenswert: Der Anstieg kommt nicht allein aus einer einzelnen Branche. In der Industrie, im Dienstleistungssektor, im Handel und im Bauhauptgewerbe hellte sich die Stimmung auf. Der entscheidende Impuls kam dabei von den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Die Unternehmen sehen ihre Zukunft deutlich weniger skeptisch, auch wenn sie ihre aktuelle Geschäftslage etwas schlechter bewerten.
In der Industrie belebte sich die Nachfrage, während weniger Unternehmen über Materialengpässe berichteten. Einzelhändler zeigten sich ebenfalls weniger besorgt. Im Bauhauptgewerbe verbesserten sich sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen. Zudem klagten weniger Betriebe über fehlende Aufträge. ifo Institut
Auch einige harte Wirtschaftsdaten stützen die vorsichtige Aufhellung: Im Mai stiegen die Auftragseingänge der Industrie real um 1,9 Prozent und die Produktion um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der industrielle Auftragsbestand legte um 1,7 Prozent zu. Im Bauhauptgewerbe erhöhten sich die realen Bestellungen um 3,3 Prozent. Destatis: Industrieaufträge , Destatis: Produktion , Destatis: Bauaufträge
Von einem kräftigen Aufschwung kann dennoch noch nicht gesprochen werden. Die Exporterwartungen bleiben negativ und viele Unternehmen planen weiterhin Stellenabbau – wenn auch etwas seltener. Der ifo-Index ist ein Frühindikator auf Grundlage von rund 9.000 Unternehmensmeldungen, aber kein Beleg für tatsächliches Wirtschaftswachstum. Die Bundesbank rechnet für das zweite Quartal immerhin mit einem leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung. Deutsche Bundesbank
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