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Deutschlandticket bis 2030 gesichert: 63 Euro gelten weiterhin 2026
63 Euro, bundesweit im Nahverkehr: Das Deutschlandticket ist bis Ende 2030 finanziert – doch ab 2027 ändert sich der Preis.
Von Max ·
Deutschlandticket: 63 Euro im Monat – Finanzierung bis 2030 gesichert Einsteigen, losfahren, Tarifzonen vergessen: Das Deutschlandticket hat den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland erheblich vereinfacht. Für aktuell 63 Euro im Monat können Fahrgäste Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen sowie Regionalzüge quer durch Deutschland nutzen. Und mindestens bei einem entscheidenden Punkt gibt es inzwischen langfristige Klarheit: Die Finanzierung des Tickets ist gesetzlich bis Ende 2030 abgesichert.
Aus jährlichem Zittern wird mehr Planungssicherheit Seit seiner Einführung im Mai 2023 hatte das Deutschlandticket immer wieder mit Diskussionen über seine Finanzierung zu kämpfen. Nun ist der Zeitraum deutlich länger festgelegt: Der Bund stellt nach dem Regionalisierungsgesetz bis einschließlich 2030 jährlich 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket bereit. Die Länder beteiligen sich mindestens in gleicher Höhe. Damit stehen jährlich mindestens drei Milliarden Euro öffentlicher Mittel zur Verfügung, um Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen auszugleichen.
Für Fahrgäste, Verkehrsverbünde und Unternehmen bedeutet das vor allem mehr Planungssicherheit. Das grundsätzliche Modell des bundesweit gültigen Nahverkehrstickets steht damit nicht mehr jedes Jahr erneut zur Disposition.
63 Euro gelten 2026 – danach kommt ein Preisindex Ganz eingefroren ist allerdings nicht alles. Seit Januar 2026 kostet das Deutschlandticket 63 Euro monatlich. Dieser Preis ist nicht bis 2030 festgeschrieben .
Ab 2027 soll sich der Preis stattdessen nach einem von den Ländern beschlossenen Index entwickeln. Dabei fließen unter anderem Personal-, Energie- und allgemeine Kostensteigerungen ein. Wie hoch der Preis 2027 konkret sein wird, soll nach bisherigem Zeitplan bis Ende September 2026 feststehen. Aktuelle Berechnungen verschiedener Stellen bewegen sich bei knapp 67 Euro – offiziell beschlossen ist dieser Betrag derzeit jedoch noch nicht.
Ein Abo für Bus, Bahn und Regionalzug Am Grundprinzip ändert sich nichts: Das Deutschlandticket gilt bundesweit im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr – unabhängig von Verkehrsverbünden und Landesgrenzen. Enthalten sind unter anderem Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen sowie Regionalbahnen und Regionalexpresszüge in der zweiten Klasse. ICE, IC und EC gehören grundsätzlich nicht dazu; auf einzelnen Strecken bestehen Ausnahmen. Das Ticket ist personalisiert und als monatlich kündbares Abonnement konzipiert.
Millionen Menschen nutzen das Ticket Dass aus dem einstigen Experiment längst ein bedeutendes Verkehrsangebot geworden ist, zeigen auch die Nutzerzahlen. Eine vom Bundesverkehrsministerium beauftragte Evaluation kam 2026 auf rund 14,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Das entspricht ungefähr einem Fünftel der Bevölkerung.
Auch beim Klima zeigen die Untersuchungen einen messbaren Effekt: Das Gutachterkonsortium unter Leitung des Instituts infas schätzt die durch das Deutschlandticket vermiedenen CO₂-Emissionen auf rund 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Wie bei solchen Modellrechnungen üblich, handelt es sich dabei um eine Schätzung und nicht um eine direkt gemessene Einsparung.
Die vielleicht größte Veränderung ist ohnehin schwer in eine Zahl zu packen: Wer heute in Hamburg in den Bus steigt, in Hannover umsteigt und später mit der Regionalbahn weiterfährt, muss sich nicht mehr durch mehrere Tarifwelten kämpfen. Ein Ticket reicht.
Deutschlandticket bis 2030 gesichert: 63 Euro gelten weiterhin 2026