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Deutsche Wirtschaft 2026: Warum 86 Prozent der Firmenchefs wieder an Wachstum glauben
86 Prozent der Firmenchefs erwarten Wachstum. Warum KI, Investitionen und neue Konjunkturdaten Hoffnung machen.
Von Max ·
Deutsche Wirtschaft 2026: Warum 86 Prozent der Firmenchefs wieder an Wachstum glauben Die deutsche Wirtschaft sendet ein erfreuliches Signal: Nach mehreren Jahren sinkender Zuversicht wächst in den Chefetagen wieder der Optimismus. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass viele Unternehmen nicht länger nur auf bessere Zeiten hoffen, sondern ihre Zukunft mit Investitionen und neuen Technologien selbst gestalten wollen.
86 Prozent der befragten deutschen Unternehmenschefs rechnen damit, dass ihr Unternehmen in den kommenden drei Jahren wächst. Das zeigt der aktuelle CEO Outlook 2026 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil noch bei 72 Prozent.
Der Anstieg um 14 Prozentpunkte ist bemerkenswert. Schließlich hatte sich die Stimmung zuvor über mehrere Jahre verschlechtert. Nun scheint eine Trendwende möglich.
Unternehmen vertrauen wieder stärker auf ihre eigene Zukunft Besonders interessant ist, dass der Optimismus nicht nur auf allgemeiner Hoffnung beruht. Viele Führungskräfte rechnen inzwischen auch mit besseren Geschäftsergebnissen.
Fast 70 Prozent der deutschen Befragten erwarten ein Gewinnwachstum von mindestens 2,5 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 42 Prozent.
Auch der Wirtschaftsstandort Deutschland wird wieder freundlicher beurteilt: 78 Prozent der befragten Konzernchefs sind zuversichtlich hinsichtlich seiner Wachstumsperspektiven, gegenüber 75 Prozent im Vorjahr. Ebenso viele sehen positive Aussichten für ihre eigene Branche.
Die Zahlen deuten darauf hin, dass Unternehmen wieder mehr Möglichkeiten erkennen, ihre Geschäfte erfolgreich weiterzuentwickeln.
Künstliche Intelligenz wird zum Wachstumsmotor Ein wesentlicher Grund für die Zuversicht liegt in einer Technologie, die zunehmend im Unternehmensalltag ankommt: künstliche Intelligenz.
77 Prozent der befragten deutschen Firmenchefs betrachten KI als eine ihrer wichtigsten Investitionsprioritäten. Besonders groß sind die Erwartungen an die Wirtschaftlichkeit: 94 Prozent gehen davon aus, innerhalb von drei Jahren eine Rendite auf ihre KI-Investitionen zu erzielen, oder berichten, dass sich diese bereits auszahlen.
Dabei geht es um praktische Anwendungen: Routineaufgaben automatisieren, Daten schneller auswerten, Geschäftsprozesse verbessern und Mitarbeitende bei komplexen Aufgaben unterstützen.
Auch Unternehmenszukäufe stehen auf der Agenda. 90 Prozent der befragten deutschen Führungskräfte ziehen in den kommenden drei Jahren Übernahmen in Betracht.
Die Botschaft dahinter: Wachstum soll nicht allein von einer besseren Weltkonjunktur abhängen. Unternehmen wollen neue Geschäftsmöglichkeiten selbst erschließen.
Auch Wirtschaftsforscher erkennen positive Signale Die zunehmende Zuversicht passt zu weiteren Konjunkturdaten.
Das Münchner ifo Institut meldete im September einen Anstieg seines Geschäftsklimaindex von 88,8 auf 89,9 Punkte. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen verbesserten sich.
Anfang Oktober hob zudem die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2026 deutlich an. Statt ursprünglich erwarteter 0,5 Prozent rechnet sie nun mit einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent.
Auch international zeigt sich ein interessanter Trend: Laut KPMG erwarten 89 Prozent der weltweit befragten Konzernchefs, ihre Belegschaft innerhalb der kommenden drei Jahre zu vergrößern. Ob und in welchem Umfang dies tatsächlich geschieht, bleibt abzuwarten.
Warum die neue Zuversicht eine gute Nachricht ist Natürlich bedeutet mehr Optimismus noch keinen garantierten Aufschwung. Hohe Kosten, internationale Unsicherheiten und regulatorische Anforderungen beschäftigen die Unternehmen weiterhin. Für die gesamte Weltwirtschaft sind deutsche Führungskräfte sogar etwas vorsichtiger geworden.
Doch gerade darin steckt die interessante Entwicklung: Die Unternehmen beurteilen ihre eigenen Möglichkeiten positiver, obwohl das internationale Umfeld anspruchsvoll bleibt.
Das ist ein hoffnungsvolles Signal für die deutsche Wirtschaft. Denn Investitionen in Technologie, neue Produkte und besser ausgebildete Mitarbeitende können langfristig zusätzliche Wertschöpfung schaffen.
Die vielleicht schönste Erkenntnis dieser Umfrage: Zukunftsvertrauen entsteht nicht nur dann, wenn die äußeren Bedingungen perfekt sind. Sondern auch, wenn Menschen und Unternehmen beginnen, neue Chancen aktiv zu nutzen.
Themen: Deutsche Wirtschaft, Wachstum, Künstliche Intelligenz, Investitionen, Konjunktur, Firmenchefs, Optimismus
Deutsche Wirtschaft 2026: Warum 86 Prozent der Firmenchefs wieder an Wachstum glauben