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Deutsche Bahn wieder im Plus: 960 Millionen Fahrgäste im ersten Halbjahr
Mehr Menschen steigen in den Zug – und auch wirtschaftlich geht es aufwärts: Die Deutsche Bahn soll erstmals seit 2019 wieder einen Halbjahresgewinn im Kerngeschäft erzielt haben.
Von Andre ·
Die Bahn fährt zurück ins Plus – und immer mehr Menschen steigen ein Nach schwierigen Jahren sendet die Deutsche Bahn ein bemerkenswertes Aufbruchsignal: In den ersten sechs Monaten 2026 soll das Kerngeschäft einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt haben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres stand bei den fortgeführten Geschäftsbereichen noch ein Verlust nach Steuern von 760 Millionen Euro. Damit wäre es der erste positive Halbjahreswert seit 2019.
Rückenwind kommt von den Fahrgästen. Rund 960 Millionen Reisende nutzten im ersten Halbjahr die Züge des Konzerns – etwa 17 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von knapp zwei Prozent und dem höchsten Stand seit der Corona-Pandemie. Ein historischer Allzeitrekord ist es allerdings nicht.
Besonders seit April soll die Nachfrage im Fernverkehr deutlich gestiegen sein. Als mögliche Gründe gelten die höheren Kosten des Autofahrens und neue Tarifangebote. Rund 600.000 Last-Minute-Tickets wurden demnach verkauft. Hinzu kamen etwa 200.000 Familientickets und rund 50.000 kostenlose Jugend-BahnCards 25.
Das wirtschaftliche Plus bedeutet noch nicht, dass die grundlegenden Probleme gelöst sind. Im Juni kamen lediglich 52,6 Prozent der Fernverkehrszüge mit weniger als sechs Minuten Verspätung an. Das marode Netz, zahlreiche Baustellen und technische Störungen bleiben die entscheidenden Aufgaben.
Trotzdem ist die Entwicklung wichtig: Mehr Nachfrage und ein positives Kernergebnis zeigen, dass Bahnfahren für viele Menschen wieder attraktiver wird – und dass die wirtschaftliche Sanierung erste sichtbare Ergebnisse liefern könnte.
Deutsche Bahn wieder im Plus: 960 Millionen Fahrgäste im ersten Halbjahr