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DAX steigt über 25.000 Punkte: SAP und Ölpreis sorgen für neue Hoffnung
Der DAX schließt wieder über 25.000 Punkten. Starke Zahlen von SAP und Intel sowie ein sinkender Ölpreis sorgen für Erleichterung. Doch die Erholung bleibt fragil.
Von Max ·
DAX zurück über 25.000 Punkten: SAP und sinkender Ölpreis sorgen für Erleichterung Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenschluss deutlich erholt. Am Freitag, dem 24. Juli 2026, stieg der DAX um 1,36 Prozent und schloss bei 25.099 Punkten. Für Auftrieb sorgten vor allem starke Unternehmenszahlen und ein deutlich gesunkener Ölpreis.
Der wichtigste Impuls kam von SAP. Der Softwarekonzern steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um neun Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Cloudgeschäft: Die Cloud-Erlöse wuchsen um 22 Prozent, der bereits vertraglich gesicherte Cloud-Auftragsbestand um 27 Prozent.
Die Zahlen zeigen, dass Unternehmen trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiter in Digitalisierung und künstliche Intelligenz investieren. SAP profitiert davon, dass seine Software zentrale Bereiche wie Finanzen, Personal, Einkauf und Lieferketten verbindet. Neue KI-Anwendungen können dadurch direkt in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden.
Auch aus den USA kamen positive Signale. Der Chiphersteller Intel meldete einen Umsatz von 16,1 Milliarden US-Dollar und damit 25 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Besonders kräftig wuchs das Geschäft mit Rechenzentren und künstlicher Intelligenz.
Allerdings fiel die Intel-Bilanz nicht durchgehend positiv aus. Während das operative Geschäft stärker lief als erwartet, entstand nach offiziellen Rechnungslegungsregeln durch hohe Sonder- und Bewertungseffekte ein deutlicher Verlust. Die Zahlen verdeutlichen, warum bei Quartalsberichten mehr als eine einzelne Kennzahl betrachtet werden sollte.
Ölpreis fällt – Entwarnung gibt es noch nicht Zusätzliche Erleichterung brachte der Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank am Freitag um rund vier Prozent auf 96,78 US-Dollar. Hoffnungen auf neue diplomatische Gespräche zwischen den USA und Iran sorgten vorübergehend für Entspannung.
Ein niedrigerer Ölpreis kann Unternehmen und Verbraucher entlasten. Transporte, Produktion und viele industrielle Prozesse werden günstiger. Gleichzeitig kann der Inflationsdruck nachlassen.
Von einer dauerhaften Entspannung kann jedoch noch keine Rede sein. Im Wochenvergleich war der Ölpreis trotz des Rückgangs am Freitag um fast zehn Prozent gestiegen. Konflikte im Nahen Osten und Risiken für wichtige Transportwege bleiben mögliche Preistreiber.
Volkswagen zeigt die weiterhin bestehenden Risiken Nicht alle Unternehmenszahlen überzeugten. Volkswagen steigerte seinen Quartalsumsatz zwar leicht auf 82,4 Milliarden Euro, musste jedoch Rückgänge bei Fahrzeugverkäufen, operativem Ergebnis und Gewinn hinnehmen. Der Gewinn nach Steuern sank um rund ein Drittel auf 1,54 Milliarden Euro.
Positiv entwickelten sich dagegen der Cashflow der Automobilsparte und die Bestellungen für Elektrofahrzeuge in Europa. Nach Unternehmensangaben lagen diese im zweiten Quartal mehr als 50 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Zahlen zeigen, dass der Umbau der Autoindustrie Fortschritte macht, aber weiterhin hohe Kosten verursacht. Entscheidend wird sein, ob steigende Bestellungen künftig auch zu besseren Margen führen.
Mehr als nur kurzfristige Börseneuphorie Der Sprung über 25.000 Punkte bedeutet nicht, dass die wirtschaftlichen Probleme gelöst sind. Der DAX bildet Erwartungen an große Unternehmen ab und nicht automatisch die Lage kleiner Betriebe oder privater Haushalte.
Trotzdem enthält die Erholung ein positives Signal: Anleger belohnen Unternehmen, die konkrete Fortschritte bei Umsatz, Aufträgen und neuen Technologien vorweisen können.
SAP überzeugte mit seinem Cloudgeschäft, Intel mit wachsender Nachfrage nach Rechenleistung und Volkswagen mit steigenden Elektroauto-Bestellungen. Gleichzeitig sorgte der sinkende Ölpreis zumindest kurzfristig für Entlastung.
Ob daraus eine nachhaltige Erholung entsteht, hängt davon ab, ob sich diese Entwicklungen in den kommenden Monaten bestätigen und geopolitische Risiken zurückgehen.
DAX steigt über 25.000 Punkte: SAP und Ölpreis sorgen für neue Hoffnung