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Butter wird etwas günstiger: Discounter senken Preis zum Start der Backsaison
Vier Cent weniger pro Päckchen – klein, aber passend zur Plätzchenzeit. Und im Jahresvergleich ist Butter deutlich billiger.
Von Denise ·
Kurz bevor in vielen Küchen die ersten Plätzchenbleche in den Ofen wandern, bewegt sich der Butterpreis wieder ein Stück nach unten. Lidl senkt nach eigenen Angaben ab sofort den Preis für seine Eigenmarken-Butter im 250-Gramm-Päckchen von 1,19 Euro auf 1,15 Euro; die Mitteilung kam am Abend des 30. Oktober 2026. Norma zog am 31. Oktober mit drei Buttersorten seiner Eigenmarke nach, ebenfalls von 1,19 auf 1,15 Euro.
Vier Cent sind kein Preissturz. Wer aber in der Adventszeit regelmäßig backt, merkt solche Schritte über mehrere Päckchen hinweg durchaus im Haushaltsbudget.
Was sich genau ändert Laut Lidl betrifft die Senkung neben der Deutschen Markenbutter auch eine pflanzliche Alternative und zwei Mischstreichfette, regional zudem Süßrahmbutter und Weidebutter (diese von 1,79 auf 1,75 Euro). Das Unternehmen spricht von einer dauerhaften Preissenkung, die bundesweit in allen Filialen gilt, in denen die Produkte geführt werden. Als Anlass nennt der Händler den Herbst und die beginnende Backsaison. Norma begründet seinen Schritt nicht mit Marktdaten, sondern verknüpft ihn mit Halloween.
Wichtig zur Einordnung: Es handelt sich um Angaben der Händler selbst. Ob und wann weitere Geschäfte folgen, lässt sich daraus nicht ablesen.
Der größere Trend: Butter ist deutlich billiger als vor einem Jahr Unabhängig von einzelnen Händlern zeigen die amtlichen Zahlen eine klare Richtung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kostete Butter im September 2026 29,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch Speisefette und Speiseöle (minus 15,0 Prozent) sowie Molkereiprodukte insgesamt (minus 5,5 Prozent) wurden günstiger. Nahrungsmittel insgesamt verteuerten sich im selben Zeitraum nur leicht um 0,4 Prozent – bei einer allgemeinen Inflationsrate von 3,3 Prozent, die vor allem von Energie getrieben wurde.
Wie stark der Butterpreis schwankt, zeigt ein Blick zurück: Im Oktober 2024 kostete das günstigste 250-Gramm-Päckchen Eigenmarken-Butter einen Rekordwert von 2,39 Euro. Im Dezember 2025 fiel der Preis unter einen Euro, im März 2026 stieg er auf 1,19 Euro. Ende April lieferten sich Aldi und Lidl ein Duell um den Butterpreis, danach kostete die Markenbutter 1,05 Euro. Im September hob Aldi den Preis laut „Lebensmittel Zeitung“ wieder auf das Niveau vom Frühjahr an. Von dort aus geht es nun wieder leicht nach unten.
Warum der Preis so schwankt Butter hängt eng am Milchmarkt. 2024 waren die Rohmilchmengen kleiner und der Fettgehalt der Milch niedriger, zudem drückte die Blauzungenkrankheit vielerorts die Milchleistung der Kühe – Butter wurde knapp und teuer. 2025 drehte sich das Bild: Molkereien bekamen deutlich mehr Milch, der Fettgehalt stieg unter anderem dank besserer Wetter- und Futterbedingungen wieder, und es entstand ein Überangebot.
Anfang 2026 zogen die Preise dann vorübergehend wieder an. Branchenvertreter erklärten das damit, dass die niedrigen Preise den Absatz angekurbelt und das Überangebot abgebaut hatten; zudem war die Nachfrage nach abgepackter Butter in den ersten Monaten des Jahres stark.
Was das für den Einkauf bedeutet Die aktuelle Senkung ist klein, fügt sich aber in eine Entwicklung, die Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Butter im Jahresvergleich deutlich zugutekommt. Wie lange das Preisniveau hält, ist offen: Der Butterpreis folgt dem Milchmarkt, und der hat in den vergangenen zwei Jahren immer wieder überraschend die Richtung gewechselt. Für die Backsaison gilt damit zumindest: Butter ist derzeit spürbar günstiger als vor einem Jahr.
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Butter wird etwas günstiger: Discounter senken Preis zum Start der Backsaison