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Blumen und Minigurken für die Seenotretter: Neunjähriger sammelt 155 Euro
Sträuße und Minigurken aus dem Garten: Ein Neunjähriger aus Südniedersachsen sammelt Geld für die Seenotretter.
Von Madalina ·
Selbst gebundene Blumensträuße, Minigurken aus dem eigenen Garten und selbst gestaltete Schilder: Mehr brauchte ein neunjähriger Junge aus Südniedersachsen nicht, um den Seenotrettern an Nord- und Ostsee eine Freude zu machen. Am Ende standen 155,29 Euro in der Kasse. Das Geld ging an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, kurz DGzRS.
Vier Verkaufstage, ein überraschtes Kind Verkauft hat der Junge an vier Tagen: zweimal an einem Stand vor dem Haus seiner Eltern, zweimal in seinem früheren Kindergarten. Dort lief es nach seinen Worten besonders gut, der größte Teil des Erlöses kam von da. Wann genau die Aktion stattfand, geht aus dem Bericht der Seenotretter nicht hervor. Sie haben am 6. November davon erzählt.
Über die Summe staunte der Neunjährige selbst: „Ich war ganz schön überrascht, dass so viel Geld zusammengekommen ist.“
Auf die Seenotretter gebracht hat ihn ein Freund. Seitdem blättert er in den Jahrbüchern der Gesellschaft, malt Seenotrettungskreuzer und spielt gern das Kartenspiel der DGzRS. Begeisterung für die See wächst eben nicht nur hinter dem Deich.
Rettung ohne Steuergeld Dass eine solche Aktion bei der DGzRS gut ankommt, hat einen einfachen Grund: Die Gesellschaft lebt von Gaben wie dieser. Nach eigenen Angaben finanziert sie sich ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Spenden und verzichtet bewusst auf staatliche Mittel. Rund 85 Cent jedes gespendeten Euros kommen laut DGzRS unmittelbar dem Rettungsdienst zugute.
Gegründet wurde die Gesellschaft 1865, Schirmherr ist der Bundespräsident. Heute fahren mehr als 1.000 Seenotretterinnen und Seenotretter auf rund 60 Rettungseinheiten, die allermeisten von ihnen freiwillig. An Land helfen mehr als 650 Ehrenamtliche mit. Für 2025 zählte die DGzRS 1.723 Einsätze, im Schnitt also etwa fünf am Tag. Seit der Gründung haben die Seenotretter mehr als 87.000 Menschen aus Seenot gerettet oder aus Gefahr befreit.
Viele kleine Beträge Wie viel kleine Summen zusammen ausmachen, zeigt ein Klassiker der DGzRS: das Sammelschiffchen. Die Spendenbox in Form eines Rettungsboots gibt es seit 1875, rund 13.000 Stück stehen heute in ganz Deutschland. Zusammen bringen sie nach Angaben der Seenotretter bis zu eine Million Euro im Jahr ein.
Der Verkaufsstand aus Südniedersachsen reiht sich da ein. Die Rettungskreuzer, die der Junge so gern malt, fahren damit auch ein kleines Stück mit seinem Blumengeld.
Themen: Seenotretter, DGzRS, Spendenaktion, Kinder helfen, Gute Nachrichten, Konstruktiver Journalismus, Südniedersachsen
Blumen und Minigurken für die Seenotretter: Neunjähriger sammelt 155 Euro