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Blankenese: 38 Sozialwohnungen im Björnsonweg – die ersten Mieter sind eingezogen
Zwei von drei neuen Häusern im Blankeneser Björnsonweg sind schon voll bezogen, ins dritte ziehen ab November Mieter ein. Insgesamt sind es 38 Sozialwohnungen für Menschen, die dringend eine Wohnung brauchen.
Von Michael Beier ·
In einer Sackgasse am Waldrand im Blankeneser Björnsonweg sind die ersten Mieterinnen und Mieter eingezogen. Drei neue Wohnhäuser stehen dort, zusammen bieten sie 38 öffentlich geförderte Wohnungen. Zwei der Häuser sind bereits vollständig bezogen, in das dritte ziehen die Bewohnerinnen und Bewohner ab November ein. Gedacht sind die Wohnungen für Menschen, „die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben“, wie der Bauherr Fördern & Wohnen schreibt.
Fördern & Wohnen (F&W) ist das Sozialunternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit rund 2.200 Mitarbeitenden an mehr als 200 Standorten kümmert es sich unter anderem um wohnungslose und geflüchtete Menschen – von der Notunterkunft bis zur eigenen Wohnung.
Wer hier einzieht Eine Wohnung im Björnsonweg 39 lässt sich nicht per Bewerbung bei F&W bekommen. Voraussetzung ist ein Dringlichkeitsschein oder eine Dringlichkeitsbestätigung. Welche Mietparteien infrage kommen, schlagen die Fachstellen für Wohnungsnotfälle vor, die es in jedem Hamburger Bezirksamt gibt. Sie unterstützen unter anderem Menschen, die in einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft leben, bei der Suche nach einer eigenen Wohnung.
Die Grundrisse sind unterschiedlich und auf Haushalte mit einer bis fünf Personen zugeschnitten. Manche Wohnungen haben einen Balkon, andere eine Terrasse, eine Einbauküche gibt es in allen. Mit ihrem Wohnungsbauförderprogramm unterstützt die Stadt Hamburg den Neubau bezahlbarer Mietwohnungen. Die Anfangsmiete für öffentlich geförderte Wohnungen liegt nach Angaben von F&W derzeit bei 7,25 Euro pro Quadratmeter. Ob dieser Wert für jede einzelne Wohnung im Björnsonweg gilt, ist laut dem Elbvororte-Magazin Klönschnack allerdings offen.
Holz, Wärmepumpe und Kletterpflanzen Auch baulich steckt einiges in den drei baugleichen Häusern. Die beiden unteren Geschosse sind massiv gebaut, das zurückgesetzte oberste Geschoss in Holzrahmenbauweise – mit vorgefertigten Wandelementen und einer Decke aus Brettsperrholz. Die Gebäude erfüllen den Effizienzhaus-40-Standard: Laut F&W brauchen sie etwa 40 Prozent der Energie eines vergleichbaren Gebäudes ohne diesen Standard. Dafür sorgen eine gute Dämmung, dreifach verglaste Fenster und eine kontrollierte Lüftung, die Wärme zurückgewinnt.
Geheizt wird mit einer eigenen Wärmepumpe in jedem Haus. Auf den Dächern liegen knapp 200 Solarmodule mit zusammen rund 90 Kilowatt Spitzenleistung. Und es soll grün werden: Ein städtebaulicher Vertrag schreibt vor, dass mindestens 30 Prozent der Außenwände mit Schling- und Kletterpflanzen begrünt werden, auch die Dächer der Fahrradhäuschen bekommen Grün. Rund um die Häuser sollen Versickerungsanlagen das Regenwasser aufnehmen. Die Projektleitung bei F&W lag bei Rüdiger Schmitt und Mareike Selonke.
Von der Unterkunft auf Zeit zur eigenen Wohnung Das Grundstück hat schon einmal Menschen eine Bleibe gegeben. Von 2016 bis 2023 standen hier Modulhäuser, in denen geflüchtete Menschen untergebracht waren; 192 Menschen aus verschiedenen Ländern kamen dort vorübergehend unter. Im Frühjahr 2025 begann dann der Bau der neuen Wohnhäuser.
Wo früher Menschen nur auf Zeit unterkamen, stehen nun reguläre geförderte Mietwohnungen. Für die 38 Haushalte, die hier nach und nach einziehen, heißt das ganz konkret: eine eigene Wohnungstür, eine eigene Küche und ein Zuhause in Blankenese.
Themen: Sozialwohnungen, Blankenese, Hamburg, Geförderter Wohnungsbau, Fördern & Wohnen, Nachhaltiges Bauen, Wohnungsnot
Blankenese: 38 Sozialwohnungen im Björnsonweg – die ersten Mieter sind eingezogen