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Besser schlafen durch Essen? Diese Abend-Snacks sind laut Forschung besonders interessant
Kiwis, Sauerkirschen oder Nüsse vor dem Schlafengehen? Studien zeigen, welche Lebensmittel unsere Nachtruhe unterstützen könnten.
Von Ulrike ·
Besser schlafen durch Essen? Diese Abend-Snacks sind laut Forschung besonders interessant Ein kleiner Snack vor dem Zubettgehen und anschließend erholsamer schlafen? Was zunächst nach einem Ernährungstrick klingt, beschäftigt längst die Wissenschaft. Tatsächlich könnten bestimmte Lebensmittel unsere Nachtruhe positiv beeinflussen. Doch entscheidend ist nicht allein, was wir essen.
Es ist spät, der Tag klingt aus, doch plötzlich meldet sich der Magen. Noch schnell etwas essen oder lieber hungrig ins Bett gehen? Die gute Nachricht: Ein leichter Abendsnack muss dem Schlaf keineswegs schaden. Manche Lebensmittel könnten ihn sogar unterstützen.
Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2026 untersuchte 19 Studien zum Zusammenhang zwischen melatoninhaltigen Lebensmitteln und Schlafqualität. Die Ergebnisse liefern interessante Hinweise, auch wenn die Forschung noch keine eindeutigen Empfehlungen erlaubt.
Kiwis: Kleine Früchte mit überraschendem Potenzial Zwei Kiwis vor dem Schlafengehen? Das haben Forschende tatsächlich untersucht.
In einer Studie mit 24 Erwachsenen, die über Schlafprobleme berichteten, aßen die Teilnehmenden vier Wochen lang jeweils zwei Kiwis etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen. Anschließend berichteten sie unter anderem über kürzere Einschlafzeiten und eine längere Schlafdauer.
Eine weitere Untersuchung mit 15 Leistungssportlern aus dem Jahr 2023 zeigte ebenfalls Verbesserungen verschiedener Schlafparameter.
Allerdings fehlten in beiden Untersuchungen Kontrollgruppen. Ob tatsächlich die Kiwis für die Veränderungen verantwortlich waren, bleibt deshalb offen.
Sauerkirschen: Was steckt hinter dem natürlichen Schlafhelfer? Besonders interessant sind Montmorency-Sauerkirschen. Sie enthalten geringe Mengen des Schlafhormons Melatonin sowie Pflanzenstoffe, die möglicherweise den Schlafstoffwechsel beeinflussen.
Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit von 2025 wertete sieben Interventionsstudien aus. Drei davon fanden signifikante Verbesserungen einzelner Schlafparameter, beispielsweise der Schlafdauer oder Einschlafzeit.
Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber noch uneinheitlich. Untersucht wurden überwiegend Säfte und Konzentrate. Ob frische oder getrocknete Sauerkirschen vergleichbar wirken, ist nicht ausreichend geklärt.
Nüsse, Haferflocken und Milch: Gute Begleiter für den Abend Auch Walnüsse, Pistazien und Milchprodukte enthalten Stoffe, die am Schlafstoffwechsel beteiligt sind. Dazu gehört Tryptophan, eine Aminosäure, aus der der Körper unter anderem Melatonin herstellen kann.
Dass eine gewöhnliche Portion Nüsse deshalb nachweislich schneller müde macht, ist allerdings wissenschaftlich nicht belegt.
Als leichte Abendmahlzeit eignen sich beispielsweise Naturjoghurt mit Haferflocken, eine Kiwi oder eine kleine Portion ungesalzener Nüsse.
Warum die Abendroutine wichtiger bleibt Entscheidend ist nicht nur der Inhalt des Tellers. Große, schwere Mahlzeiten kurz vor dem Zubettgehen können den Schlaf beeinträchtigen. Auch Alkohol und spät konsumiertes Koffein sind ungünstig.
Dagegen fördern regelmäßige Schlafenszeiten, Tageslicht und eine ruhige Abendgestaltung die Voraussetzungen für erholsame Nächte.
Das Fazit: Ein geeigneter Snack ist kein Wundermittel gegen Schlafprobleme. Doch die Forschung zeigt, dass Ernährung ein interessanter Baustein gesunder Schlafgewohnheiten sein könnte. Und manchmal ist eine kleine, bewusste Abendmahlzeit einfach der angenehmere Tagesabschluss.
Wie sieht dein persönliches Abendritual aus, wenn du besonders gut schlafen möchtest?
Hast du schon einmal bemerkt, dass bestimmte Lebensmittel deinen Schlaf positiv oder negativ beeinflussen?
Besser schlafen durch Essen? Diese Abend-Snacks sind laut Forschung besonders interessant