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7 Stunden und 19 Minuten Schlaf: Was die neue Studie wirklich über Erholung verrät
Eine Studie liefert eine erstaunlich genaue Schlafdauer. Doch was steckt dahinter und wie viel Schlaf ist wirklich gesund?
Von Ulrike ·
7 Stunden und 19 Minuten Schlaf: Was die neue Studie wirklich über Erholung verrät Es klingt wie die präziseste Gute-Nacht-Regel der Welt: 7 Stunden und 19 Minuten schlafen – und schon ist der Körper bestens versorgt. Ganz so einfach ist es nicht. Doch hinter dieser ungewöhnlich genauen Zahl steckt eine spannende Erkenntnis: Die Dauer unseres Schlafs hängt offenbar eng mit der Stoffwechselgesundheit zusammen.
Was die Forschung herausgefunden hat Ein Forschungsteam wertete Gesundheitsdaten von 23.475 Erwachsenen aus den USA aus. Im Mittelpunkt stand der sogenannte eGDR-Wert. Dahinter steckt ein rechnerischer Hinweis darauf, wie empfindlich der Körper auf Insulin reagiert – ein wichtiger Faktor für einen gesunden Zuckerstoffwechsel.
Das Ergebnis: Zwischen der üblichen Schlafdauer an Werktagen und diesem Wert zeigte sich eine Kurve mit einem Höhepunkt. Bis zu ungefähr 7,32 Stunden stiegen die günstigen Stoffwechselwerte im Durchschnitt an. Bei längeren Schlafzeiten fiel der errechnete Wert tendenziell wieder. Umgerechnet ergibt der Wendepunkt rund 7 Stunden und 19 Minuten .
Warum die 19 Minuten kein Schlafgesetz sind So präzise die Zahl klingt: Sie ist keine persönliche Weckereinstellung. Der Wert stammt aus einem statistischen Modell. Wie lange sie tatsächlich schliefen, hatten die Teilnehmenden selbst angegeben – gemessen wurde ihr Schlaf nicht.
Hinzu kommt: Die Untersuchung zeigt einen Zusammenhang, aber keine Ursache. Es könnte beispielsweise sein, dass gesundheitliche Beschwerden sowohl mit längerem Schlaf als auch mit ungünstigen Stoffwechselwerten zusammenhängen. Eine exakte Idealdauer für jeden Menschen lässt sich daraus deshalb nicht ableiten.
Und was ist mit dem Ausschlafen am Wochenende? Auch dazu liefert die Untersuchung interessante Hinweise. Wer an Werktagen kürzer schlief, zeigte bei ein bis zwei Stunden zusätzlichem Wochenendschlaf günstigere Stoffwechselwerte als Personen ohne Nachholschlaf. Bei größeren Schlafunterschieden ließ sich dieser Vorteil nicht beobachten.
Das ist kein Beleg dafür, dass längeres Ausschlafen schadet. Die Ergebnisse sprechen vielmehr dafür, den eigenen Schlaf möglichst regelmäßig und ausreichend einzuplanen.
Die beste Nachricht: Guter Schlaf braucht keine Stoppuhr Für die meisten Erwachsenen gelten weiterhin etwa sieben bis neun Stunden als guter Orientierungsrahmen. Wie viel man persönlich braucht, hängt unter anderem vom Alter und der Gesundheit ab. Ein wichtiger Hinweis ist auch, ob man morgens erholt aufwacht und tagsüber wach und konzentriert bleibt.
Dabei helfen oft einfache Gewohnheiten: möglichst ähnliche Schlafenszeiten, ein dunkles und ruhiges Schlafzimmer, Bewegung am Tag und weniger Koffein am späten Nachmittag oder Abend. Wer trotz ausreichend Zeit im Bett dauerhaft müde bleibt, sollte mögliche Schlafprobleme medizinisch abklären lassen.
Denn erholsamer Schlaf ist kein Wettbewerb um die perfekte Minutenzahl. Er ist eine der angenehmsten Möglichkeiten, gut für sich zu sorgen.
Wie viele Stunden Schlaf tun dir persönlich gut? Und was hilft dir am besten, abends zur Ruhe zu kommen?
7 Stunden und 19 Minuten Schlaf: Was die neue Studie wirklich über Erholung verrät